Integrationsbeauftragte Böhmer: "Multikulti ist gescheitert"

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Deutschland muss sich Der Fachbeauftragten Maria Böhmer (CDU) zufolge mehr mit Integration beschäftigen

Berlin - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat eine breite öffentliche Debatte über die Integration von in Deutschland lebenden Ausländern gefordert.

“Wir dürfen das Feld nicht Sarrazin und seinen Halbwahrheiten und seien kruden Vererbungstheorien überlassen“, sagte Böhmer am Donnerstag im Bundestag. Sie wolle, das Deutschland sich als weltoffenes und tolerantes Land darstelle.

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Anlass für die Debatte im Parlament war der “Achte Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“, den die Integrationsbeauftragte dem Parlament vorgelegt hatte.Wie aus dem Bericht hervorgeht, hatte im Jahr 2008 fast ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Böhmer erinnerte an eine Äußerung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der gesagt hatte, der Islam sei Teil Deutschlands, was von Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zur deutschen Einheit aufgegriffen worden war. “Dieser Satz bleibt gültig“, unterstrich die CDU-Politikerin. Sie fügte hinzu, dass Grundlage des Wertesystems in Deutschland und des Grundgesetzes aber die christlich-jüdische Tradition sei.

Sprache als Schlüssel zur Integration

Böhmer betonte: Für einen radikalen Islam, “der unsere Werte infrage stellt, ist kein Platz in unserem Land.“ Multikulti bezeichnete sie als gescheitert. Die Integrationsbeauftragte nannte Bildung und Sprache ein zentrales Element für gelungene Integration. Deutsch sei “die Grundlage für ein gutes Zusammenleben und ein gutes Miteinander“.

Besonders wichtig hierfür seien die Integrationskurse der Bundesregierung. Böhmer zeigte sich erfreut darüber, dass die Haushaltsmittel für die Kurse auf 232 Millionen erhöht worden seien. Die CDU-Politikerin kündigte darüber hinaus ein Gesetz zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse an, das bis Dezember vorliegen solle. “Das wird ein Markstein sein für die Integrationspolitik in dieser Legislaturperiode“, sagte sie.

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