Bericht: Rücktrittsforderung an Westerwelle

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Einige FDP-Landesverbände legen Parteichef Guido Westerwelle einen Rücktritt nahe.

Berlin - Aus den FDP-Landesverbänden verstärkt sich der Druck auf Parteichef Guido Westerwelle, sein Amt niederzulegen. Er sei eine Belastung für die Wahlkämpfe im kommenden Jahr, heißt es.

Der hessische FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn, der schon länger als Westerwelle-Kritiker hervortritt, legte dem Bundesvorsitzenden bei einem Treffen mit den stellvertretenden Ministerpräsidenten der FDP am Donnerstagabend in Berlin einen Verzicht auf den Parteivorsitz nahe. Wie das Magazin “Der Spiegel“ weiter schreibt, sagte Hahn, Westerwelle solle sich überlegen, ob von allen Szenarien ein Rücktritt nicht die beste Alternative wäre. Westerwelle entgegnete dem Bericht zufolge, das komme für ihn nicht in Frage. In Hessen sind im März Kommunalwahlen, die FDP befürchtet dort massive Verluste.

Laut “Spiegel“ trugen FDP-Fraktionsvorsitzende aus sieben Ländern Westerwelle bereits bei einem Treffen in der FDP- Zentrale am 2. Dezember vor, welche Belastung er für ihre Wahlkämpfe im kommenden Jahr bedeute. Der Parteichef wies die Vorwürfe jedoch zurück - er kenne die Stimmung in der Partei. Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke berichtete in der Runde von wachsender Wut und Frustration in der Partei, die sich gegen die Führung richteten.

Sein Berliner Kollege Christoph Meyer beklagte das schlechte Erscheinungsbild der Parteispitze. So könne man die Mitglieder nicht motivieren, für die FDP zu werben. Der sachsen-anhaltische FDP-Fraktionschef Veit Wolpert sagte: “Wir verlangen keine Unterstützung aus Berlin. Wir wären schon froh, wenn sich der Schaden in Grenzen hielte.“

dpa

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