Bericht: Mubarak will keine weitere Amtszeit

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Die Proteste gegen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zeigen offenbar Wirkung.

Kairo - Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichten. Seine Amtszeit endet im September.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichten. Seine Amtszeit endet im September. Mubarak werde seine Absicht in den nächsten Stunden bekanntgegeben, meldete der Sender am Dienstagabend. Der Präsident werde damit auf die seit acht Tagen andauernden Massenproteste gegen ihn und seine Regierung reagieren.

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Dem Bericht zufolge will Mubarak erklären, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit im September sicherstellt, dass die Forderungen der Demonstranten erfüllt werden. Der neue Regierungschef Ahmed Schafik sagte in einem Interview des TV-Senders Al Hayat, er sei jederzeit bereit, einen Dialog mit der (protestierenden) Jugend zu beginnen. Unabhängige Beobachter sehen einen Versuch, ein Machtvakuum zu vermeiden und Mubarak einen halbwegs ehrenvollen Abgang zu ermöglichen. Der US-Senator John Kerry hatte Mubarak und seinen Sohn zuvor aufgefordert zu erklären, dass sie bei einer künftigen Wahl nicht kandidieren werden.

Am Dienstag protestierten allein in Kairo bis zu zwei Millionen Menschen gegen den seit 30 Jahren regierenden Staatschef. Auch in anderen Städten forderten Zehntausende einen Neuanfang. Die Opposition einigte sich auf einen gemeinsamen Forderungskatalog, der auch die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit beinhaltet.

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dpa

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