Bayerische Koalition uneinig über Datum für Atomausstieg

München/Berlin - Die bayerischen Koalitionspartner CSU und FDP sind sich weiter uneinig über den Zeitpunkt für den Atomausstieg.

Im Ringen der bayerischen Koalitionspartner CSU und FDP um eine Einigung im Streit über den Zeitpunkt für den Atomausstieg hat sich bis Montagnachmittag keine Einigung abgezeichnet. Aus Koalitionskreisen verlautete in München, es gebe weiter kein gemeinsames Ausstiegsdatum. Voraussichtlich werde der Dissens in dieser Frage am Dienstag im geplanten Kabinettsbeschluss zur Energiewende festgehalten.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Der CSU-Vorsitzende und Ministerpräsident Horst Seehofer hatte am Samstag angekündigt, er werde sich bemühen, bis zur Sitzung des schwarz-gelben Kabinetts doch noch eine vollständige Einigung mit der FDP über das Energiekonzept zu erreichen. Der einzige strittige Punkt sei der Zeitpunkt des Atomausstiegs. Hier strebten die CSU das Jahr 2022 und die FDP das Jahr 2025 an.

Seehofer schloss jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt nicht aus, dass es keine Verständigung innerhalb der Koalition Bayerns gibt. Zeil hält das Jahr 2022, das die CSU in ihrem neuen Energiekonzept festgeschrieben hat, für unrealistisch. Er sagte in einem “Spiegel“-Interview: “Trotz vieler Übereinstimmungen ist und bleibt der Zeitpunkt strittig. Der wird letztlich auf Bundesebene entschieden.“

dapd

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