Opposition kritisiert den Bildband

Schräger „Personenkult“ in NRW? Offizieller Bildband zeigt 50 Mal Laschet - auf 100 Seiten

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Eine Broschüre mit 98 Seiten, auf denen nach Zählung der SPD 50 Mal Laschet gezeigt wird: Nach Kritik hat die Staatskanzlei einen rund 4800 Euro teuren Bildband zum NRW-Tag 2018 in Essen verteidigt.

Verspäteter Wirbel um einen Bildband zum NRW-Tag 2018. Der Opposition ist darin Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eindeutig zu häufig abgelichtet. 

Düsseldorf - Nordkoreas Ex-Staatschef Kim Jong-Il hat zu Lebzeiten endlose Bilderstrecken im Netz gefüllt - mit Fotos, die ihn beim „Betrachten von Dingen“ zeigen. Nordrhein-Westfalens Landeschef Armin Laschet ist anders als Kim Jong-Il demokratisch gewählt und auch in seinen Posen deutlich variabler. Dennoch taucht er der Opposition in dem Bundesland deutlich zu oft in einem Bildband auf.

Eine Broschüre mit 98 Seiten, auf denen nach Zählung der SPD 50 Mal Laschet gezeigt wird, geht aus ihrer Sicht gar nicht. Nach dieser Kritik hat die NRW-Staatskanzlei nun einen rund 4800 Euro teuren Bildband zum NRW-Tag 2018 in Essen verteidigt. 

Die vielen Bilder mit ihm seien nicht auf sein Wirken hin gezeigt worden, erklärte Laschet in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Opposition im Düsseldorfer Landtag. Viele Mitwirkende hätten um ein Foto mit dem Regierungschef gebeten. Die Auflage von 2000 Heften habe 4846,56 Euro gekostet, heißt es in der Antwort. Die SPD hatte Laschet „Personenkult auf Kosten der Steuerzahler“ unterstellt.

Sind zu wenig Frauen in der NRW-Broschüre vertreten?

Den Stein ins Rollen hatte die „Bild“-Zeitung gebracht, die noch vor der SPD-Anfrage über die zahlreichen Laschet-Fotos berichtet hatte. Die Opposition nutzte die Steilvorlage für eine weitere Frage im Landtag, die noch unbeantwortet ist: ob genügend Frauen in der Broschüre zum NRW-Tag abgebildet worden seien.

dpa

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