Afghanistan: De Maizière auf Überraschungsbesuch

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, hier bei der Trauerfeier für die Soldaten, war zu Besuch in Afghanistan

Masar-i-Scharif - Mit einem spontanen Überraschungsbesuch will Verteidigungsminister Thomas de Maizière die Soldaten in Afghanistan moralisch unterstützen. Zuletzt waren deutsche Truppe häufig Ziele von Anschlägen.

Zwei Wochen nach einer beispiellosen Anschlagsserie gegen die Bundeswehr in Afghanistan ist Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zu einem Überraschungsbesuch am Hindukusch eingetroffen. Er landete am Vormittag im Hauptquartier der Bundeswehr im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Es ist der zweite Truppenbesuch de Maizières seit seinem Amtsantritt Anfang März.

De Maizière nahm sich laut Ministerium “viel Zeit“ für Gespräche mit den Soldaten. Dabei habe er auch über die Bundeswehrreform informiert und zahlreiche Fragen beantwortet.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Die Bundeswehr hatte Ende Mai und Anfang Juni drei Anschläge innerhalb von neun Tagen zu verkraften. Dabei wurden vier Bundeswehrsoldaten getötet und zwölf verletzt, darunter der Kommandeur der Bundeswehr in Afghanistan, Generalmajor Markus Kneip. De Maizière hatte bei der Trauerfeier für die Gefallenen einen Kurswechsel in der Afghanistan-Strategie ausgeschlossen. “Terroristen dürfen nie das letzte Wort haben“, sagte er.

Vor seinem Abflug hatte de Mazière die bei den jüngsten Anschlägen in Afghanistan verwundeten Soldaten im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz besucht.

dpa/dapd

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