Ärztekammer: Ärzte und Kliniken besser koordinieren

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Berlin - Gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen setzt die Bundesärztekammer auf die Neuordnung der medizinischen Versorgung.

Ärzte und Kliniken sollen besser koordiniert werden, sagte Vizechef Frank Ulrich Montgomery der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Patienten könnten demnach je nach örtlicher Gegebenheit einmal eher in einer Klinik, ein anderes Mal jedoch vorzugsweise beim Arzt versorgt werden.

Künftig würden dann nicht mehr die Länder mit den Kostenträgern die Klinikbetten planen und die Ärztevereinigung mit den Krankenkassen die Arztsitze, sagte Montgomery angesichts des von der Koalition geplanten Gesetzes für Ärzte und Kliniken. “Stattdessen gäbe es eine Landesplanungskonferenz, in der die Krankenhausgesellschaft, die Kassen, die Kassenärztliche Vereinigung, die Ärztekammer und der Landesgesetzgeber gemeinsam festlegen, was stationär und was ambulant versorgt wird.“

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will in Kürze mit Ländern und Verbänden darüber verhandeln, wie die ärztliche Versorgung in Kliniken und Praxen mit einem Versorgungsgesetz verbessert werden kann. Strikt lehnte Montgomery den Vorstoß der Krankenkassen ab, Ärzten am Ende ihres Berufslebens den Verkauf ihrer Praxis zu untersagen. Der Kassen-Spitzenverband will so der Ärzteschwemme in Ballungsräumen entgegenwirken und Kapazitäten für unterversorgte Regionen frei machen. Montgomery entgegnete, der Praxiswert stelle einen Teil der Altersversorgung der Mediziner dar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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