Auf Resurrection Festival

"Das ist Menschlichkeit": Metal-Fans tragen Rollstuhlfahrer auf Händen - Video geht viral

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Metal-Fans verhelfen Rollstuhlfahrer zu Bühnensicht
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Viveiro - Ein junger Mann im Rollstuhl wird während des Konzertes von Arch Enemy beim "Resurrection Festival" in die Höhe gehoben. Das Foto der spontanen Aktion sowie eine Videoaufnahme wurden in sozialen Netzwerken massenweise geklickt und positiv kommentiert.

Das Publikum eines Heavy-Metal-Festivals im nordspanischen Viveiro hat einem Rollstuhlfahrer mit einer Aktion voller Nächstenliebe (Crowdsurfing) eine bessere Sicht auf die Bühne beschert: Während des Auftritts der schwedischen Band Arch Enemy hoben Hunderte Hände den jungen Mann mitsamt Stuhl in die Höhe und trugen ihn über die Köpfe der Zuschauer hinweg durch die Reihen.

Foto und Video gehen viral

Ein am Wochenende entstandenes Foto der spontanen Aktion sowie eine Videoaufnahme wurden seither in sozialen Netzwerken massenweise verbreitet und positiv kommentiert. Allein das von Arch Enemy auf Twitter gepostete Video wurde bis zum Dienstag bereits knapp 1,5 Millionen Mal geklickt und über 750 000 Mal geliked. Dazu schrieb die Band, ihre Fans seien eben „so toll wie immer“.

"Eine Lektion zur Überwindung von Barrieren für Behinderte"

"Dies repräsentiert die Essenz der Leute, die Jahr für Jahr nach Viveiro kommen!", schrieb ein User. "Einem Rollstuhlfahrer dabei zu helfen, von oben zu rocken, das ist Menschlichkeit", meinte ein anderer. Die Zeitung "El País" kommentierte, das Publikum habe "eine Lektion zur Überwindung von Barrieren für Behinderte" erteilt.  In Zeiten von Diskriminierung und Unterdrückung ein tolles Zeichen der Fangemeinschaft.

Das "Resurrection Fest" findet seit 2006 jeden Sommer in der Gemeinde Viveiro in der Region Galicien statt.

"Es ist eine Art mitzumachen, die gleichen Dinge zu tun wie alle anderen."

Der Festivalfotograf Daniel Cruz nahm das Bild auf und berichtete später der spanischen Ausgabe der HuffPost, dass der junge Mann später erneut von der Menge aufgehalten wurde. Bei dieser Art von Musik ist es üblich, dass Menschen in die Luft gehoben werden, erklärte Cruz. "Es ist eine Art mitzumachen, die gleichen Dinge zu tun wie alle anderen."

Quelle: rosenheim24.de

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