KINDERÄNGSTE ERNST NEHMEN

"Momo" treibt auf WhatsApp sein Unwesen: Auch die Polizei warnt vor dem Kettenbrief

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Ein WhatsApp-Account namens „Momo“ soll gruselige Nachrichten an Nutzer verschicken.
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Landkreis - Seit einigen Wochen treibt ein Fake-Geist sein Unwesen auf WhatsApp. Wie sollten sich Eltern verhalten, wenn Kinder den Kettenbrief auf ihrem Smartphone empfangen?

Ein gruselig wirkendes Foto und absurde Drohungen: Damit geht derzeit eine Kettenbrief-Masche im Messenger WhatsApp auf Nutzerfang.

Wer die Nachricht eines WhatsApp-Kontakts namens "Momo" nicht weiterleitet, dem sollen angeblich schlimme Dinge widerfahren, heißt es - von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere verbreitete Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben.

Polizei warnt vor "Momo"

In Spanien warnte die Polizei bereits am 19. Juli davor, mit der Nummer in Kontakt zu treten oder diese einzuspeichern. Noch sei unklar, wer sich hinter dem Profil verberge. Im spanischsprachigen Raum trat "Momo" Berichten zufolge zuerst auf. 

Mittlerweile ist Momo auch in England und Deutschland ein Thema. So warnt beispielsweise die Lüneburger Polizei vor dem Kettenbrief auf ihrem Twitter-Account: „Redet mit euren Kindern bzw. Eltern.“

Nachricht von "Momo" am besten sofort löschen

Tatsächlich ist die Sache aber wohl ein Sommerlochthema, wie das Faktencheckportal "mimikama.at" ermittelt hat. Wer solche Nachrichten zu oder von einer angeblichen "Momo" erhält, sollte sie am besten sofort löschen und nicht weiterleiten.

Auf Kontaktaufnahmen von "mimikama.at" habe aber keiner der angeblichen "Momo"-Kontakte reagiert. Dass sich das Thema aktuell so verbreitet, liege wohl eher an Trittbrettfahrern. Auch einzelne Youtuber gehen mit teils reißerischen Videos zu dem Thema auf Klickfang.

Tipps zum Umgang mit Kettenbriefen in WhatsApp

Das Portal " klicksafe.de" (eine EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz) rät grundsätzlich dazu, solche und andere Kettenbriefe via WhatsApp einfach zu löschen.

Weitere Tipps: 

  • Mit Kindern kurz den Inhalt besprechen - und auch, was eine unbedachte Weiterleitung bei Freunden an Ängsten auslösen könnte.
  • Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes bzw. der Schülerinnen und Schüler ernst! Wenn ein Kind sich Sorgen macht, dass es selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte, oder dass es in der Klasse unbeliebt wird, weil es eine Nachricht nicht weitergeschickt hat, dann sind diese Sorgen ganz real und oft auch sehr mächtig.
  • Diskutieren Sie mit Ihrem Kind bzw. ihren Schülerinnen und Schülern, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden können – und welche nicht, legen Sie klare Regeln fest.
  • Machen Sie Ihrem Kind immer wieder klar, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt.

mh mit Material der dpa

Quelle: rosenheim24.de

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