28-Jahre Haft für Stiefmutter aus Houston

Kind erlebt Horror im "Harry-Potter-Raum" - schwer missbraucht und fast verhungert

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In diesem Zustand wurde Jorden Bleimeyer von den Beamten aufgefunden. 
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Houston - Abgemagert und wenige Tage vom Tode entfernt, befreite die Polizei im Jahr 2014 einen 5-jährigen Jungen, der jahrelang von seinem Vater und seiner Stiefmutter missbraucht wurde. Für eine entsetzliche Form des Kindesmissbrauchs wurde nun die Stiefmutter zu 28 Jahren Haft verurteilt. 

Der Rücken des Kindes kurz nach dessen Befreiung. 

Er bekam nur eine Scheibe Brot am Tag, trug ein Windel, wurde von seinem Vater betäubt und geschlagen und musste auf einer kleinen Matratze, die von Nägeln und freilegenden Kabeln umgeben war, schlafen. Zudem schreibt thesun.co.uk, dass der 5-jährige Junge in einem "Harry-Potter-Raum" leben musste - in einem Kriechraum unter einer Treppe. 

Die Rede ist von Jordan Bleimeyer. Das Kind wurde über mehrere Jahre hinweg von seinem eigenen Vater und seiner Stiefmutter schwer missbraucht und war kurz davor zu sterben. Als die Beamten den Jungen fanden, wog er nur noch 29 Pfund - umgerechnet gut 13 Kilogramm. Die Ärzte verglichen seinen Zustand der Unterernährung mit dem eines Holocaust-Überlebenden. Die Beamten selbst sprachen von einem der schrecklichsten Missbrauchsfälle der Geschichte. 

Vater betäubt seinen Sohn, damit er still ist

Aus den Gerichtsdokumenten ging hervor, dass das Kind am Familientisch mit seinen Geschwistern, die alle Kinder seiner Stiefmutter waren, nicht essen durfte. Er bekam lediglich eine Scheibe Brot. Wenn Freunde zu Besuch waren, so heißt es, habe der Vater seinen Sohn mit einer Spritze betäubt. 

Erst im März 2014 hatte der Skrupel ein Ende. Der 16-jährige leibliche Sohn der Stiefmutter meldete den Missbrauch der Polizei und bedauerte in einer vorbereiteten Stellungnahme vor Gericht: "Du hast mir Gefühle der Traurigkeit, Wut, Verwirrung und Leere gebracht".

Die Angeklagte bedeckt mit den Händen ihr Gesicht. 

16 Jahre und 28 Jahre Haft

Als die Polizei 2014 das Haus der Beschuldigten stürmten, konnte sie nur den Vater antreffen. Die schwangere Mutter war mit ihrem Stiefsohn in ein nahegelegenes Motel geflohen, doch konnte auch kurz darauf festgenommen werden. Während der leibliche Vater 2016 zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde, muss die Stiefmutter jetzt für 28 Jahre hinter Gittern. Dies entschied ein Gericht Anfang der Woche. 

Mittlerweile habe sich der Junge aber den Umständen entsprechend gut entwickelt.

Mittlerweile geht es Jordan Bleimeyer deutlich besser.

Quelle: rosenheim24.de

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