Situation droht zu Eskalieren

Nach Özil-Debatte: Zentralrat der Muslime fordert Rücktritt von Grindel und Bierhoff

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Treffen Özil und Gündogan mit Löw und Grindel
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Die Weltmeisterschaft neigt sich dem Ende. Doch speziell in Deutschland ist sie noch lange nicht abgeschlossen. Nach den Äußerungen von Oliver Bierhoff und Reinhard Grindel über das Verhalten von Mesut Özil, fordert nun der Zantralrat der Muslime in Deutschland den Rücktritt der DFB-Offiziellen.

Wie ESPN nun vermeldet, fordert der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman ​​Mazyek, den Rücktritt des deutschen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und dem deutschen General Manager Oliver Bierhoff.

"Das Einstecken wird im Sport mit einer roten Karte bestraft", sagte Mazyek. "Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als:" Du verlierst als Özil "anstelle von" Du verlierst als Mannschaft. "

Wäre die Lage in Deutschland in Bezug auf die Integrationsdebatte aktuell nicht so angespannt, wären Grindel und Bierhoff "nach ihren enttäuschenden Aussagen längst verschwunden", meint Mazyek.

Bierhoff mit Zickzack-Kurs

Vor allem DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sorgte mit seinem Zickzack-Kurs in Bezug auf Özil für ordentlich Zündstoff. Bierhoff überraschte vor wenigen Tagen mit folgender Aussage gegenüber welt.de:" Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet" 

Wenige Stunden später jedoch ruderte er ordentlich zurück und meinte er wurde missverstanden bzw. seine Worte seien unglücklich gewählt gewesen. "Es tut mir leid, dass ich mich da offenbar falsch ausgedrückt habe und diese Aussagen missinterpretiert werden. Sie bedeuten in keinem Fall, dass es im Nachhinein falsch gewesen sei, Mesut mitzunehmen", sagte er bild.de und nahm die Schuld für das vorzeitige Ausscheiden der Nationalmannschaft im ZDF auch mit auf seine Kappe: "Ich sehe es auch so, dass wir Teil des Problems sind. Ich hoffe, das ist richtig rübergekommen. Deswegen habe ich gesagt, wir müssen erst bei uns anfangen". 

Auch interessant: Mesuts Vater Mustafa riet diesbezüglich seinen Sohn zum Rücktritt.

Grindel droht indirekt mit Rauswurf

Am Montag hatte zudem DFB-Präsident Reinhard Grindel in einem Interview eine Erklärung des DFB-Akteurs zu den umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefordert. Die deutschen Fans hätten ein Recht darauf, den Hintergründ für das besagte Treffen mit Erdogan zu erfahren und machte eine Erklärung indirekt zur Bedingung um seine Karriere im DFB-Team fortsetzen zu können. 

Hintergrund:

Özil und Gündogan hatten Erdogan bei einem Termin in London Trikots ihrer Vereine FC Arsenal und Manchester City überreicht.

Özil und Gündogan hatten Erdogan bei einem Termin in London am Sonntag Trikots ihrer Vereine FC Arsenal und Manchester City überreicht. Die von Erdogans Partei veröffentlichten Bilder hatten schnell ein harsches Echo ausgelöst. Vor allem Gündogan schockierte die Fans, da er das Trikot mit den Worten "hochachtungsvoll, an meinen Präsidenten" signierte.

Kurz darauf forderte bereits der Chefredakteur der Welt am Sonntag, Peter Huth, den Rauswurf der beiden. Gündogan hatte immerhin vor der Weltmeisterschaft eine Erklärung bezüglich des Treffens mit Erdogan abgegeben.

Quelle: rosenheim24.de

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