Das Baby kommt nach Hause

Tipps für Erstausstattung und Sicherheit

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Neben einem liebevoll eingerichteten Babyzimmer, darf die Sicherheit im Raum nicht in Vergessenheit geraten.

Die Geburt ist geschafft, bald schon darf der Familienzuwachs zuhause einziehen.

Den Eltern und ihrem Kind steht nun eine spannende Zeit bevor: sie wollen sich kennen lernen und das Leben als Familie pendelt sich nach und nach ein. Damit sich die Eltern ganz darauf konzentrieren können, haben wir eine Checkliste für die Erstausstattung sowie Tipps für ein kindersicheres Zuhause zusammengestellt. Dann wird garantiert nichts vergessen und der Sprössling kann wohlbehalten aufwachsen.

Die Erstausstattung: Was ist sinnvoll?

Wenn das erste Kind unterwegs ist, wird einiges zur Erstausstattung benötigt. Diese Dinge sollte man angeschafft haben, bis der Nachwuchs auf die Welt kommt.

1. Die Körperpflege

Babyhaut ist noch sehr empfindlich. Umso wichtiger ist eine gute Hygiene und Pflege. Das wird dafür benötigt:

  • eine Babywanne
  • eine Wasserschüssel, um das Baby darin zu waschen
  • ein Thermometer, damit das Baby bei der richtigen Temperatur gebadet wird
  • sechs bis acht Waschlappen
  • Hand- und Badetücher, die nur für das Baby benutzt werden

2. Die Babynahrung

Damit das Füttern des Babys problemlos verläuft, dürfen die folgenden Sachen nicht fehlen:

  • zum Stillen: zwei Still-BHs, Stilleinlagen, ein Stillkissen, gegebenenfalls eine Milchpumpe
  • für die Flaschennahrung: Ersatznahrung, sechs bis acht Flaschen und Sauger, ein Sterilisiergerät, Flaschenbürsten, gegebenenfalls einen Flaschenwärmer
  • mehrere Spucktücher
  • zwei Lätzchen
  • ein Hochstuhl

3. Das Kinderzimmer

Das Kinderzimmer sollte man recht früh einrichten, damit alles rechtzeitig fertig wird. Abgesehen von einer kindgerechten Wandgestaltung mit Tapete und Farbe müssen die Möbel etwa vier Wochen ausdünsten, bis das Kind damit in Kontakt kommen darf. Das gehört ins Kinderzimmer:

  • ein Kinderbett mit einer Matratze, die sich an die Körperkonturen des Babys anpasst
  • eine Spieluhr
  • ein Mobile
  • eine Nachtlampe
  • ein Babyfon
  • ein Babyschlafsack
  • Jalousien zur Abdunkelung
  • eine Wickelkommode mit einer gepolsterten, abwaschbaren Auflage
  • Handtücher für die Auflage, damit das Baby wärmer liegt
  • Zubehör: Windeln in der richtigen Größe, Feuchttücher für den Babypo, eine Creme gegen Wundsein
  • ein Windeleimer mit Deckel
  • Kleidung: sechs Flügelbodys, sechs Flügeljacken, zwei lange Baumwollhöschen, eine dünne Baumwollmütze, vier Paar Socken, drei Babyschlafanzüge
  • ein Sessel oder Schaukelstuhl zum Füttern des Babys
4. Gut ausgerüstet für unterwegs

Spazieren gehen, Freunde und Familie besuchen, zum Arzt oder zum Einkaufen fahren – immer wieder sind Eltern mit dem Baby unterwegs. Dafür ist diese Ausstattung nötig:

  • eine Transportschale
  • ein Kinderwagen, eventuell ein Tragetuch
  • eine Wickeltasche mit Zubehör zum Wickeln und Füttern
  • Spielzeug
  • Schnuller in Kirschform
  • eine Jacke
  • eine dickere Mütze
  • für Herbst und Winter: eine Einschlagdecke, Handschuhe, warme Kleidung

Für Sicherheit sorgen: Was ist zu beachten?

Babys entwickeln sich in ihrem ersten Lebensjahr sehr schnell und früher als gedacht, beginnen sie damit, ihre Umgebung ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Das bedeutet vor allem: Alles ausgiebig ertasten und in den Mund stecken was keinen Widerstand leistet. Einerseits ist dieses Erkunden wichtig für die kindliche Entwicklung, kann aber andererseits lebensgefährlich werden. Daher ist es wichtig die eigenen vier Wände rechtzeitig entsprechend aufzurüsten. Sicherheitsmaßnahmen schaffen in kritischen Situationen Abhilfe, so dass der Nachwuchs gefahrlos überall herum krabbeln kann.

1. Schutz vor Sturm

Eine der größten Gefahrenquellen für Babys und Kleinkinder ist der Strom. Damit das Kind keinen Stromschlag bekommt, wenn es aus Neugier in die Steckdose fasst, sollte jede Steckdose mit einem Schutzkontakt versehen sein. Die Steckdosen in direkter Reichweite sollten zusätzlich mit einer Kindersicherung ausgestattet sein, die einfach in die Steckdose geklebt wird. Sie haben eine Drehmechanik, welche die Steckdose sofort verschließt, sobald sie nicht mehr genutzt und der Stecker gezogen wird. 

Außerdem sollten in den Wohnräumen keine Kabel herumliegen oder -hängen. Wenn Babys an Kabeln knabbern, können sie sich einen gefährlichen Stromschlag zuziehen. Kleinkinder, die schon alleine laufen, können sich in den Kabeln verfangen und fallen oder sich verletzen, wenn sie versuchen, sich an hängenden Kabeln hochzuziehen und dabei Elektrogeräte herunterfallen. Sockelleisten und Kabelkanäle verhindern solche Situationen.

2. Schutz vor giftigen Substanzen

Reinigungs- und Putzmittel sind für Babys und Kleinkinder wegen ihrer bunten Färbung oft besonders interessant. Der Verzehr kann aber zu Vergiftungen und Verätzungen führen. Manchmal reicht sogar schon der bloße Hautkontakt. Damit Kinder keine Chance haben, daran zu kommen, sollten die Mittel in einem abschließbaren Schrank aufbewahrt werden. Auch Medikamente, Kosmetika und solche Dinge sollten sich immer außer Reichweite von Kindern befinden. Man sollte außerdem überprüfen, ob die Pflanzen im Garten giftig sind, wenn der Nachwuchs davon isst. Zu den giftigen Pflanzen in Haus und Garten gehören:

  • Goldregen
  • Efeu
  • Tollkirsche
  • Fingerhut
  • Eibe
  • Bilsenkraut

3. Schutz vor Verletzungen

Schränke und Schubladen enthalten manchmal Dinge, die für Kinder aus verschiedenen Gründen gefährlich werden können. Das können giftige Substanzen sein oder zerbrechliche Gegenstände, an deren Scherben sie sich verletzen können, oder andere Dinge wie wichtige Dokumente, die leicht kaputtgehen, wenn sie in Kinderhände geraten. Spezielle Riegel an Schranktüren und Schubladen verhindern, dass der Nachwuchs den Inhalt zu fassen bekommt, auch wenn ein Schrank nicht abschließbar ist. 

Scharfe Kanten an Tischen oder in der Küche sollten mit speziellen Kunststoffaufsätzen kindersicher gemacht werden, damit sich das Kind nicht daran verletzen kann. Sobald ein Kind krabbeln kann, werden Treppenstufen zum Klettern interessant. Um das Kind vor gefährlichen Stürzen zu schützen, sind Babygitter an jedem Ende der Treppe sinnvoll. Wenn Kinder so groß sind, dass sie schon die Türklinken erreichen, sollten diese so montiert werden, dass die Griffe senkrecht nach oben zeigen. So besteht kein Risiko mehr, dass das Kind die Türen öffnet und unbemerkt im Haus oder sogar draußen auf Entdeckungstour geht.

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