Das erste Katzenbaby der Saison

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Dieses süße Kätzchen wurde im Tierheim abgegeben.

Rosenheim - Im April hat das Tierheim das erste Kätzchen des Jahres in seine Obhut genommen. Das wartet jetzt auf einen neuen Besitzer. Im Tierheim ist aber noch einiges mehr los:

Manchmal gibt es Tage, wo man nur hoffen kann, dass es in der darauffolgenden Woche besser wird. So geschehen vor kurzem im Tierheim Rosenheim/Kolbermoor.

Turbulente Ostertage:

Es fing am Ostersamstag an. Zuerst brachten Bauarbeiter abends einen alten blinden Dackel vorbei, der allein im Wald herumstreunte. Nachdem die Dackeldame versorgt war, klingelte es am späten Abend erneut und eine völlig durchnässte ältere Dame stand vor der Türe, die nicht nur verzweifelt ihren Dackel, sondern auch ihr Auto suchte. Flugs machte sich die Tierheimleitung auf den Weg und gemeinsam mit den Hundeführern konnte das Auto der Dame gefunden werden, die nun wieder glücklich vereint mit ihrem Dackel war. Am nächsten Abend ging es weiter, als gegen 22 Uhr Leute einen Fundlabrador aus Bad Aibling brachten. Da er gechipt und registriert war, konnten noch in der Nacht seine Besitzer ermittelt werden. Auch Montag Abend klingelte es wieder an der Tierheim Türe, da ein Paar einen Border Collie auf dem Kreisverkehr in Kolbermoor aufgelesen hatte. Zum Glück war er ebenfalls gechipt und auch registriert und so konnten noch in der Nacht seine Besitzer ermittelt werden.

Am Dienstag nach Ostern gab es dann eine weitere Überraschung. Vor der Tür des Tierheims wartete doch tatsächlich ein kleines Osterhäschen im Karton, allerdings nicht aus Schokolade!

Auch die kommende Nacht sollte keine ruhige werden, denn eine Dame vom Tierhilfsfonds Bayern e.V. rief an. In Wasserburg war ein kleiner Terrier-Mischling zugelaufen und man suchte noch in der Nacht dringend eine Unterkunft für ihn. Eigentlich gab es gar keinen Platz mehr im Tierheim, aber man brachte den kleinen kurzerhand im Büro unter. Zum Glück wurde er dann am nächsten Tag schon wieder von seinen Besitzern abgeholt.

Am Donnerstag Abend ging es dann richtig zur Sache. Zeitgleich riefen die Rosenheimer und die Wasserburger Polizei an. In Wasserburg war ein Mann verstorben, dessen Hund noch in der Wohnung wartete, in Rosenheim wurde ein kleiner Westie gefunden. Der Hund in Wasserburg konnte zum Glück bei Verwandten unterkommen, der Westie wurde noch spätabends von der Finderin gebracht und am nächsten Morgen wieder abgeholt, da auch er vorbildlich gechipt und registriert war.

Für das Tierheim Team ist das der Alltag, auch wenn die engagierten Mitarbeiter häufig tagsüber bis zu 10 Stunden gearbeitet haben.

Andrea Thomas, die Vorstandsvorsitzende des Tierschutzvereins Rosenheim, sagt zu dieser Situation: "In der Tat ist das Tierheim rund um die Uhr für Notfälle erreichbar und selbstverständlich haben die Hundeführer der örtlichen Polizei auch eine Notfall-Telefonnummer, über die man die Tierheimleitung erreichen kann. Manchmal stoßen die Mitarbeiter aber dabei an ihre Grenzen, denn nicht immer ist es möglich, sofort einen Hund mitten in der Nacht abzuholen oder auch im Tierheim unterzubringen. Dann steht auch schon mal einer der ehrenamtlichen Vorstände in der Nacht auf, um auszuhelfen. Momentan leben ca. 35 Hund im Tierheim und aufgrund der veralteten Bauweise des Hundehauses gibt es keine Möglichkeit, jederzeit Fundtiere unterzubringen. Außerdem gibt es keine Möglichkeit für die Polizei, die Hunde eigenständig in einen Bereich des Tierheims zu bringen, da wir dafür einfach nicht die erforderlichen Kapazitäten bzw. Räumlichkeiten haben."

Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, müsse man allerdings bald ein neues Tierheim bauen. Der Neubau soll nicht nur der bloßen Unterbringung der Tiere dienen, sondern Maßstäbe des Tierschutzes berücksichtigen.

Die Einrichtung kann viele Tiere vermitteln, dennoch droht das Heim manchmal aus allen Nähten zu platzen:

Da das Tierheim viele Hunde „mit Vergangenheit“ aufnimmt, die verschiedene Schicksale erleiden mussten, gibt es einige Stammkandidaten, die einfach sehr lange im Tierheim bleiben, bevor sie vermittelt werden können.

Dazu gehört zum Beispiel der Hund, der jahrelang an der Kette leben musste oder die Hündin, die von alkoholisierten Menschen aus dem 3. Stock geworfen und von der Polizei gebracht wurde. Die „unproblematischen“ Hunde sind hingegen meistens recht schnell vermittelt.

Erstes Katzenbaby der Saison:

Allerdings gibt es im Tierheim nicht nur Hunde, sondern auch Katzen und Kleintiere. Erst vor einigen Tagen kam das erste, knapp vier Wochen alte Katzenbaby der Saison an, das in einem Karton ausgesetzt wurde. Es bleibt spannend im Tierheim und die Mitarbeiter hoffen, dass sie trotz der großen finanziellen Sorgen auch weiterhin im Landkreis Tierschutzarbeit leisten können.

Für einen Besuch der Tiere des Tierschutzvereins Rosenheim in Kolbermoor lautet die Adresse: Am Gangsteig 54, 83059 Kolbermoor, Telefon: 08031 / 96068 - 69

Oder besuchen Sie auch die Internetseite: www.tierschutzverein-rosenheim.de

Inzwischen ist das Tierheim auch auf Facebook vertreten.

Pressemeldung Tierschutzverein Rosenheim e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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