Lama - ein nicht alltägliches Haustier

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Berchtesgaden - Sie heißen Pearl, Pamela, Jackie, Jenny, Rheia, Juri, Condor, Lucia, Cäsar und Lasko und sind Klaus Finkenzellers "Haus"-Lamas. Klingt komisch, ist aber so.

"Lamas haben mich schon immer fasziniert", gibt der Berchtesgadener im OVB24-Interview zu. "Vor vier Jahren haben wir dann eine kleine Herde gekauft."

Was mit sechs Lamas losging hat sich auf zehn Tiere ausgeweitet. Mehr will Klaus Finkenzeller jetzt aber nicht mehr anschaffen: "Vielleicht lassen wir mal wieder zwei Tiere decken, vielleicht kauft man nochmal eine Stute. Auf jeden Fall muss es keine bestimmte Anzahl sein."

Zwei seiner Stuten hatte der Lama-"Papa" nämlich vergangenes Jahr decken lassen. Nur eine wurde trächtig und hat den kleinen Cäsar auf die Welt gebracht. Der kleine, braune Hengst mit dem treuen Blick ist mittlerweile fünf Wochen alt und tobt über die Weide in Maria Gern.

Da die zweite Stute nicht trächtig wurde, kaufte Klaus Finkenzeller eine Lama-Mama mit ihrem Kind. Lucia und Lasko haben sich in der Gern schnell eingelebt und die Jungs jagen sich nach Herzenslust. "Es ist ein Vergnügen den beiden zuzuschauen", freut sich das "Herrchen" über die gesunden Tiere. "Sie werden von den Stuten erzogen. Wenn sie's mal zu bunt treiben, sieht man schon den grünen Schleim auf ihrem Fell. Dann hat sie eine der Stuten mit Spucken gemassregelt."

"Das ist wie mit der Titanic"

Es ist also kein Märchen, dass Lamas spucken. "Es ist, glaube ich, so wie bei der Titanic", mutmaßt Finkenzeller. "Wenn man den Film anschaut, hofft man beim zehnten Mal immer noch, dass das Schiff nicht untergeht." So fragen ihn die Gäste immer wieder, ob Lamas spucken. "Ich glaube, sie hoffen, dass ich nein sage, aber Lamas spucken nunmal." So spucken die Tiere beispielsweise ihre Rangordnung aus. Und wenn's ums Futter geht, wird durchaus auch gespuckt.

Lamas in den Berchtesgadener Alpen

"Steht das ranghöhere Tier links neben mir und das rangniederere rechts und ich füttere das rangniedere zuerst, dann spuckt das ranghöhere das andere Tier an. Wenn ich dann in der Mitte stehe, bekomme ich den Schleim ab." Sagt es und lacht. "Es ist nicht giftig, nur grün und stinkt ein bisschen. Aber man kann es abwaschen und alles ist gut."

Die "Gerer-Lamas" gehen auch auf Wanderungen. Ob Erlebniswanderung oder Kindergeburtstag, die Finkenzellers richten alles aus. "Jede Wanderung ist ein einzigartiges Erlebnis", versucht der Hausherr seine Lama-Begeisterung zu erklären. "Wenn man an Gaststätten vorbeigeht, springen die Leute auf und machen Fotos."

Lamas sind auch nicht zwingend der alltägliche Anblick in den Berchtesgadener Alpen. Wohl fühlen sie sich alle mal. Auch wenn es ihnen im Sommer durchaus zu heiß werden kann. "Ideal sind Temperaturen, um die 0 Grad", so Finkenzeller. Bei der Hitze der letzten Tage liegen die Tiere dann nur auf der Wiese und bewegen sich kaum.

Mut-mach- und andere Kurse

So auch, als der Mut-mach-Kurs für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren stattgefunden hat. "Mutig sein heißt Selbstvertrauen haben. Wir zeigen euch, wie es geht, denn es ist ganz einfach. An unserer Körpersprache, Stimme, Haltung und dem Blickkontakt sieht es jeder. Bei Spiel und Spaß bekommt ihr viele Tipps und Tricks. Diese werden wir gleich anschließend bei der Lamawanderung ausprobieren. Bei einem kleinen Picknick stärken wir uns und beschließen unser Abenteuer mit einer spannenden Geschichte", heißt es in der Ankündigung. Diese Kurse werden regelmäßig durchgeführt. Nähere Infos gibt es unter www.gerer-lamas.de.

Alle, die neugierig geworden sind, können natürlich dort auch nachschauen und sich informieren, was Lamas in Maria Gern so treibem.

Auf jeden Fall sind sie unwahrscheinlich neugierig. Sobald sie irgendetwas hören, schauen sie, was los ist. "Das sind dann so nette Gegebenheiten auf der Weide, wenn dann zehn paar Lama-Ohren alle in eine Richtung schauen und schauen, was da los ist", verrät der Berchtesgadener. Er sitzt oft mit seiner Frau und seinen Kinder auf der Weide und sieht den Tieren zu. Grundsätzlich brauchen diese nämlich wenig Aufmerksamkeit, freuen sich aber immer auf die Wanderungen.

red-ovb24/cz

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cz

Zurück zur Übersicht: Tiere

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser