Aussichten fürs Wochenende

Stausaison auf dem Gipfel: Blechlawine steht still

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Der Staupegel steigt am Wochenende. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Mit dem Ferienstart in Nordrhein-Westfalen erreicht die Stausaison ihren Höhepunkt. Sollten Autofahrer am Wochenende in den Urlaub starten, müssen sie viel Geduld mitbringen. Ansonsten raten die Autoclubs zu antizyklischem Fahren.

Stuttgart/München (dpa/tmn) - Kilometerlange Staus und viel Stillstand: So sehen die Prognosen von Auto Club Europa (ACE) und ADAC für das Wochenende aus (14. bis 16. Juli).

Mit Nordrhein-Westfalen startet nun auch das bevölkerungsreichste Bundesland in die Ferien. Viele Urlauber aus Skandinavien und dem Süden der Niederlande gesellen sich dazu. Einige Urlauber fahren dagegen bereits wieder heim. Die Clubs prognostizieren vor allem für die Haupreisezeiten und Hauptstrecken eine hohe Staugefahr.

Wer kann, sollte antizyklisch fahren und an einem Tag unter der Woche starten, etwa Dienstag oder Mittwoch. Ansonsten könne auch eine Nachtfahrt eine Alternative sein, der Blechlawine zu den Hauptreisezeiten auszuweichen. Die sind am Freitag von 13.00 bis 20.00 Uhr, am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 14.00 bis 19.00 Uhr.

Ballungsräume wie Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, München und Stuttgart sowie die Routen von und zu den Küsten von Nord- und Ostsee sind besonders stark befahren. Staugefahr herrscht insgesamt vor allem auf den folgenden Strecken:

A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Lübeck - Puttgarden; beide Richtungen
A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
A 1 / A 7/ A 23 / A 24 Großraum Hamburg
A 2 Dortmund - Hannover - Berlin; beide Richtungen
A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Arnheim; beide Richtungen
A 4 Dresden - Chemnitz - Erfurt - Olpe - Köln - Aachen; beide Richtungen
A 5 Kassel - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg; beide Richtungen
A 7 Hamburg - Flensburg - Hannover; beide Richtungen; Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe, beide Richtungen
A 9 Berlin - Nürnberg - München; beide Richtungen
A 10 Berliner Ring
A 11 Berlin - Dreieck Uckermark
A 19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
A 20 Lübeck - Rostock; beide Richtungen
A 24 Berlin - Dreieck Wittstock/Dosse
A 40 Venlo - Duisburg - Essen
A 45 Dortmund - Gießen; beide Richtungen
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen
A 93 Rosenheim - Kiefersfelden; beide Richtungen
A 96 Lindau - München; beide Richtungen
A 99 Umfahrung München

Ganz Österreich ist in den Sommerferien, was zusammen mit dem ausländischen Urlaubsverkehr vor allem die Routen in südlicher und östlicher Richtung stark belastet. Vor allem die A 10, A 11, A 12 und weiter im Verlauf die Brennerautobahn A 13. Am Sonntag sollten sich die Autofahrer in nördlicher Richtung auf Störungen einstellen. Genauso wie bei stichprobenartigen Grenzkontrollen und entsprechenden Wartezeiten bei der Rückreise nach Deutschland.

Ein ähnliches Bild bietet sich in der Schweiz. Dort sind vor allem die Transitrouten in nördlicher und südlicher Richtung Stauschwerpunkte, insbesondere das nördliche Portal des Gotthardtunnels.

ACE-Stauprognose

ADAC-Stauprognose

ADAC-Stauprognose als Video

Alle zwei Stunden am Steuer abwechseln

Bei längeren Fahrten in den Urlaub wechseln sich Autofahrer besser alle zwei Stunden mit ihrem Beifahrer am Steuer ab. So vermeiden sie, dass sie übermüdet und unkonzentriert werden. Das berichtet die Zeitschrift "ACE Lenkrad" (7/8/2017). Den Stopp für den Fahrerwechsel können Autofahrer auch gleich nutzen, um sich die Beine zu vertreten und Dehnübungen zu machen: recken, strecken sowie die Hüften kreisen lassen, rät die Clubzeitschrift des Auto Club Europa (ACE).

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