Kurioses aus der Welt der Smartphones und Apps

Fast jeder besitzt inzwischen ein Smartphone und nutz dieses längst nicht mehr nur zum Telefonieren. SMS und MMS werden auch kaum noch versendet, wenn sie den Jüngeren überhaupt noch ein Begriff sind.

Stattdessen werden Whats App, Facebook und andere Apps genutzt. Unter diesen Apps findet sich hin und wieder auch eine echte Skurrilität. Aber nicht nur die Apps können für großes Staunen sorgen, wenn es um das Thema Smartphone geht.

Seltsame Apps für Smartphone und Tablet

Die App „Bubble Wrap“ bereitet auch den Älteren unter uns noch unerwarteten Spaß.

Es gibt Apps, die gibt’s gar nicht, so könnte man meinen. Und dennoch sind oder waren sie in diversen Appstores zum Download erhältlich und konnten auf dem Smartphone benutzt werden.

  • Die App „Bubble Wrap“ stellt die berühmtberüchtigte Luftpolsterfolie, die es im Baumarkt oder Geschenkehandel gibt, auf dem Bildschirm dar. Längst ist diese nicht mehr nur Umzugshelfer und schützt verschiedene empfindliche und zerbrechliche Gegenstände beim Versand oder Transport. Vielmehr führt sie ein Doppelleben als Beschäftigungstherapeut und Konzentrationsspielgerät. Und wenn mal keine Folie zur Hand ist, dann kann eben einfach die App auf dem Handy geöffnet werden und das fröhliche Ploppen beginnt. Ein Tipp für das Benutzen der App in der Öffentlichkeit: Kopfhörer benutzen! Ansonsten könnten Mitmenschen aufgrund des dauernden Bubble-Platzens genervt werden.
  • Wer keinen Kamin und keine Kerze zur Hand hat, gerne aber ein wenig romantische Stimmung ins Haus bringen möchte oder bei einem Konzert gerne das Feuer schwenkt, kann sich ganz einfach die App „Virtuelles Feuerzeug“ herunterladen. Beim Bewegen des Armes zur Musik schwankt auch die Flamme auf dem Bildschirm mit – die optimale Lösung für Digitalfreaks, oder?
  • Wer gerade eine Trennung hinter sich hat, neigt dazu alle Erinnerungen an den oder die Ex zu verbannen. Emails, gemeinsame Fotos und Nachrichten aus Whats App und von Facebook werden dann kurzerhand meist vom Smartphone gelöscht. Einige Zeit später aber ärgert man sich vielleicht. Im Affekt hat man eventuell überreagiert und sehnt sich nun danach, die Erinnerungen wiederzubekommen. Wer nicht diszipliniert genug ist, diese Erinnerungen einfach woanders abzuspeichern oder zu ignorieren, bis er bereit für sie ist, kann ganz einfach mit der App „Shryne“ einen virtuellen Tresor einrichten. In diesen lassen sich all die Daten speichern und, je nach Einstellung, wird einem der Zugriff erst wieder nach einem halben oder einem Jahr erlaubt.

Kuriose Handyrechnungen

Auch zu Zeiten von Smartphone & Co. in denen die meisten Menschen feste Verträge und Internetflatrates haben, kommt es noch zu Ausnahmesituationen, in denen die Handyrechnungen einzelner Menschen in astronomische Höhen schießen. Unsere Top 3 Rechnungsgeschichten finden sich im Folgenden:

3.) Nach einem Türkeiurlaub im Jahr 2010 erhielt eine Handynutzerin eine Rechnung in Höhe von 1850€. Sie hatte vor ihrem Urlaub eine Surf-Flatrate hinzugebucht, mit der die gesamte Internetnutzung abgegolten sei. Dies traf allerdings nur auf die Bundesrepublik Deutschland zu. Dass die Frau nicht auch in der Türkei surfen könne, hatte sie nicht gewusst. Vor Gericht bekam die Kundin Recht, da der Anbieter genauer hätte informieren müssen. 

Allgemein gilt für unsichere Handynutzer auch im Urlaub: je weniger mobile Daten benutzt werden, desto besser, sonst kann es immer schnell teuer werden. Hier ist es hilfreich, vorab zu wissen, welche Anwendungen welches Datenvolumen benötigen. So lassen sich Datenverbrauch und damit verbundene Kosten recht gut abschätzen.

2.) Eine 236 Seiten dicke Handyrechnung erschütterte ein Ehepaar aus Köln. Die Endsumme auf der Rechnung betrug 3467€. Zunächst war die Ehegattin überzeugt davon, ihr Mann betrüge sie mit einer anderen Frau und sende ihr alle paar Sekunden neue SMS. Wie sich zeigte war jedoch auch ihr Mann ahnungslos und maßlos überrascht. Letztlich stellte sich heraus, dass das gebrauchte Samsung-Smartphone des Mannes Geräte-Einstellungen zum Senden einer SMS für den amerikanischen Markt aufwies. Aus unerklärlichen Gründen wurde die Nachricht immer wieder über die programmierte Kurzwahl 01122 versendet, was in Deutschland eine kostenpflichtige und nicht durch eine Flatrate abgedeckte Nummer ist. Der Netzbetreiber Netcologne zeigte sich am Ende aber kulant und übernahm die Kosten.

1.) Am dramatischsten lief es ebenfalls für eine Kölnerin: Hülya Yildizhan, eine 47-Jährige reiste vor einigen Jahren mit ihrem Mann und ihrem Enkel für acht Tage in die Türkei. Als sie wieder zu Hause war, kam die böse Überraschung per Post: eine Handyrechnung in Höhe von über 15000€. Ohne dass das Ehepaar es gemerkt hatte, schien das Handy die ganze Zeit über online gewesen zu sein. Dabei haben sich die Anwendungen vermutlich minütlich aktualisiert und es kam zu einem enormen Download diverser Daten. E-Plus soll die Sache geprüft haben und es bleibt zu hoffen, dass die unangenehme Geschichte für das Ehepaar letztlich gut ausging.

Wenn der Hintern anruft

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen vom Hintern einer anderen Person angerufen werden – klingt seltsam, ist aber tatsächlich so. „Butt Dialing“ nennt sich das Phänomen offiziell auch: Wenn ein Smartphone- oder Handybesitzer dieses in der hinteren Hosentasche aufbewahrt, sich dann ungünstig setzt und sein Hintern plötzlich das Handy bedient, dann kommen dabei meist die unmöglichsten Anrufe zustande. 

Nach Angaben der US-Notruf-Behörde sind es ganze 25-70% der Notrufe, die per Butt Dialing getätigt werden. Für jene Behörden und Notrufzentralen sind die Anrufe in der Regel entsprechend ärgerlich. So auch bei einem ähnlichen Fall in Chicago: Ein Mann hatte sein Handy in der hinteren Hosentasche und rief mit seinem Hintern mehrmals seine Frau an. Da diese seltsame und undeutliche Stimmen aus dem Hintergrund hörte, alarmierte sie die Polizei, weil sie das Gefühl hatte, ihr Mann oder andere Personen in seinem Umfeld seien zur Geisel genommen worden. Die Polizei rückte mit einem SWAT-Team aus und umstellte die Schule neben dem Büro des Mannes. Drei Stunden zog sich das Missverständnis hin, bis der Mann nach Hause kam und erklärte, er habe während des Arbeitens Hip Hop gehört. 

Im Mai 2011 dagegen zahlte sich das Butt Dialing eines ungeschickten Drogendealers aus: er wählte die Nummer der Notrufbehörde in Atlanta und der diensthabende Mitarbeiter verstand, was an der anderen Leitung vor sich ging. Er informierte die Polizei und diese rückte aus, um den Drogendeal zu unterbrechen. Im Nachhinein diente der Mitschnitt des „Anruf des Hinterns“ als wichtiges Beweismittel.

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