Unfallfahrerin schlief auf Heimweg mehrmals ein

Rosenheim - Es wäre nur ein harmloser Unfall gewesen - wenn die Fahrerin hinterher nicht abgehauen wäre. Von der Polizei zur Rede gestellt, lieferte sie eine abenteuerliche Ausrede:

Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim führten am Morgen des 6. Februar Schulwegkontrollen in Westerndorf durch. Besonderes Augenmerk legten die Beamten auf die vorschriftsmäßige Sicherung von Kinder und Jugendlichen in Kraftfahrzeugen. Hier musste eine Mutter verwarnt werden, die ihr Kind nicht vollständig sicherte.

Gegen 7.50 Uhr beobachteten die Beamten zufällig, wie eine Verkehrsteilnehmerin mit einem roten Hyundai auf Höhe der Zulassungsstelle in Westerndorf auf die linke Fahrbahnseite geriet und dort mit einem silbernen Ford zusammenstieß. Während der Ford-Fahrer aufgrund des lauten Knalles sein Fahrzeug sofort zum Stillstand brachte, setzte die Hyundai-Fahrerin ihre Fahrt unvermittelt fort und flüchtete in Fahrtrichtung Schechen. Durch die vor Ort befindlichen Beamten konnte in letzter Sekunde das Kennzeichen der Unfallverursacherin abgelesen werden, wenige Minuten später wurde die 50-jährige Hausfrau dann an ihrer Wohnanschrift angetroffen.

Zur Überraschung der eingesetzten Beamten gab die Frau an, nichts von einem Unfall mitbekommen zu haben. Noch überraschender war die abenteuerliche Begründung hierfür: Die Dame gab an, auf dem Heimweg möglicherweise mehrmals eingeschlafen zu sein.Auch wenn durch den Verkehrsunfall glücklicherweise niemand verletzt wurde und vergleichsweise ein geringer Sachschaden im dreistelligen Bereich entstand, erwartet die Unfallverursacherin nun ein Verfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Übermüdung.

Am Fahrzeug der Unfallverursacherin wurde ein weiterer Sachschaden festgestellt, der noch keinem Verkehrsunfall zugeordnet werden konnte. Möglicherweise verursachte die Dame in den frühen Morgenstunden des 06.02.2015 einen weiteren Verkehrsunfall im Bereich der Gemeinde Großkarolinenfeld. Zeugen, die diesbezüglich etwas beobachtet haben werden gebeten, sich telefonisch unter der 08031/200-2200 mit der Polizeiinspektion Rosenheim oder jeder anderen Polizeidienstelle in Verbindung zu setzen.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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