Kontrolle am Irschenberg

Schnäppchen-Auto entpuppt sich als teure Mogelpackung

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Irschenberg - Die Freude über sein "Schnäppchen" verging einem Österreicher schnell wieder: Denn nach der Kontrolle war er nicht nur den teuren Lexus los - auch seine 25.000 Euro wird er wohl nicht wiedersehen...

Mittwochnacht um 1 Uhr an der Tank- und Rastanlage Irschenberg: Die bayerischen Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim kontrollieren einen Lexus IS 300 mit französischem Kennzeichen.

Der Fahrer, ein 32-jähriger Österreicher, freut sich über die Kontrolle. Stolz berichtet er, den Luxuswagen per Internet in Paris günstig gekauft zu haben und nun auf Heimreise nach Wien sei. Nur 25.800 Euro bezahlte er für den Lexus, der in Österreich deutlich über 30.000 Euro bringe.

Zulassung war eine Fälschung

Nach kurzer Kontrolle sahen sich die Fahndungsspezialisten einer schweren Aufgabe gegenüber. Sie mussten dem Österreicher schweren Herzens erklären, dass er alles andere als einen guten Kauf getätigt hatte. Die französische Zulassung war eine Totalfälschung. Tatsächlich handelte es sich bei dem Luxusfahrzeug um ein französisches Leasingfahrzeug, das ohne Zustimmung der Leasingfirma gar nicht verkauft werden kann.

Abklärungen in Frankreich bestätigten die ersten Vermutungen der Polizisten. Der Leasingnehmer des Lexus IS 300 hatte ihn an einen Freund verliehen. Dass dieser das Auto mit falschen Fahrzeugpapieren verkauft hatte, überraschte ihn sehr. So zumindest seine ersten Angaben bei der französischen Polizei.

Luxuswagen bleibt da

Der gutgläubige Käufer, von Beruf Flüchtlingsbetreuer bei der Wiener Caritas, zeigte sich entsetzt. Erst nahm ihm ein Betrüger in Paris sein Geld ab. Und nun musste er den Luxuswagen bei den Schleierfahndern in Rosenheim zurücklassen. Die Chance, Geld oder Wagen wieder zu bekommen, ist in solchen Fällen erfahrungsgemäß gering.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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