Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Betroffenen helfen

Sexuelle Belästigung im Job: Männer müssen Männer stoppen

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Wer wegschaut, macht sich mitschuldig. Foto: Heiko Wolfraum
+
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Wer wegschaut, macht sich mitschuldig. Foto: Heiko Wolfraum

Die #MeToo-Debatte hat das Thema sexuelle Belästigung ein Stück weit ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Am Arbeitsplatz sind auch Unbeteiligte in der Pflicht zu helfen. Wer schweigt, macht sich mitschuldig.

Hamburg (dpa/tmn) - Betroffene müssen sich gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht alleine wehren. In der Pflicht sind auch unbeteiligte Kollegen - und zwar vor allem andere Männer, wenn ihre Kollegen die Täter und Frauen die Opfer sind.

Denn wer in solchen Situationen schweigt, macht sich mitschuldig, schreibt Michael Kimmel, Professor für Soziologie an der Stony Brook University in New York, im «Harvard Business Manager» (Ausgabe Mai 2018).

Das Problem: Viele Männer scheuen sich einzuschreiten, wenn ein Kollege im Meeting zum Beispiel sexistische Sprüche klopft - aus Angst, dann selbst ausgegrenzt oder gedemütigt zu werden. Dagegen hilft, sich Verbündete zu suchen. Das können zum Beispiel andere männliche Kollegen sein, die vermutliche eine ähnliche Meinung zum Thema haben. Mit denen können Männer vereinbaren, in der nächsten vergleichbaren Situation gemeinsam einzuschreiten. 

Ziel dabei sollte allerdings nicht sein, Kolleginnen zu retten - sondern eher, andere Männer herauszufordern und in ihre Schranken zu weisen. Im Idealfall kann das sogar die gesamte Unternehmenskultur verbessern: Erstens, weil Männer sich dann vielleicht generell mehr trauen, über Probleme in der Familie zu sprechen. Und zweitens, weil es so nicht mehr die Frauen alleine sind, die für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz kämpfen müssen.

Kommentare