Alles eine Frage der Position?

Führungskräfte: Warum so viele Chefs unsensibel sind

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Macht Sie Ihr Chef auch gerne mal zur Schnecke? Es könnte an seinem EQ liegen.

Ihr Boss schikaniert Sie ständig? Das könnte an seiner fehlenden emotionalen Intelligenz liegen. Eine Untersuchung zeigt, dass Job-Titel und EQ zusammenhängen.

Dr. Travis Bradberry ist Autor des Buches "Emotional Intelligence 2.0" und beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema Emotionale Intelligenz (EQ) bei Führungskräften.

Trotz des derzeitigen Trends in der Start-Up-Szene, in dem der Chef mehr dem besten Freund als einer Führungskraft ähneln, behauptet er: "Organisationen fördern auch heutzutage immer noch die emotional Unfähigen".

Jobposition und emotionale Intelligenz hängen zusammen

In einem Artikel, der jetzt auf dem Online-Portal HuffingtonPost erschienen ist, macht er anhand seiner Forschungsergebnisse klar, dass die Jobposition eng mit der emotionalen Intelligenz der Führungskräfte verknüpft ist.

Und zwar folgendermaßen: Bis zum mittleren Management steigen die EQ-Punkte merklich an. Hier agieren die Chefs also sensibel und fühlen sich in ihre Mitarbeiter ein. Danach wird es düster: Je höher die Position dann steigt, desto geringer wird der EQ - beim CEO sei er am geringsten.

Warum steigt der EQ bis zum mittleren Management und fällt dann ab?

Der Grund laut Bradberry: "Unternehmen neigen dazu, Menschen zu befördern, die ausgeglichen sind und gut mit Menschen umgehen können. Es liegt die Vermutung nahe, dass ein Manager mit hohem EQ jemand ist, für den man gerne arbeitet." 

In höheren Positionen sieht es da anders aus: "Je höher man sich über das mittlere Management hinaus hocharbeitet, desto mehr schauen Unternehmen auf Metriken, wenn es darum geht, Personalentscheidungen zu treffen. Auch wenn diese kurzfristigen, gewinnorientierten Indikatoren wichtig sind, so ist es doch kurzsichtig, jemanden nur aufgrund des finanziellen Gewinns zu befördern, den er dem Unternehmen einbringt", so der Autor. 

Er rät jeder Führungskraft weiterhin an seiner emotionalen Intelligenz zu arbeiten. 

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Von Andrea Stettner

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