Arbeitnehmer muss Weisungen befolgen

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Weil sie beharrlich die Anweisung ihres Arbeitgebers missachtete, der wollte, dass die Tankstellenangestellte abends die Tür verschließt, verlor sie ihren Job.

Mainz - Mitarbeiter, die wiederholt gegen Anweisungen des Arbeitgebers verstoßen, dürfen entlassen werden. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz.

Dabei kommt es nach dem Richterspruch nicht auf die Bedeutung der Weisung im Einzelfall an. Vielmehr rechtfertige die beharrliche Missachtung an sich eine sogenannte verhaltensbedingte Kündigung (Az.: 11 Sa 582/09).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Kündigungsschutzklage einer Tankstellen-Kassiererin ab. Die Frau hatte während der Nachtschicht entgegen der Anweisung des Arbeitgebers die Shop-Tür offen gelassen und Kunden nicht über den Nachtschalter bedient. Sie änderte dieses Verhalten auch nach mehreren Abmahnungen nicht.

Das LAG sah den Rauswurf der Klägerin als berechtigt an. Weisungen stünden grundsätzlich im Ermessen des Arbeitgebers und müssten nur dann nicht befolgt werden, wenn sie beispielsweise willkürlich sind. Davon könne hier aber keine Rede sein, befand das Gericht. Vielmehr sollten mit der Anweisung sowohl die Klägerin als auch das Eigentum des Arbeitgebers geschützt werden.

dpa

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