Immobilien

Von wegen reich: Diesen Denkfehler machen Sie sicher auch

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Viele Vermieter sind gar nicht so reich, wie viele denken.

Der Leitzins ist 2017 so niedrig wie nie. Viele hoffen deshalb auf ihr Häuschen im Grünen – oder wollen lukrativ investieren. Doch der Schein trügt.

Die eigenen vier Wände sind besonders in Krisenzeiten ein sicherer Rückzugsort. Aber auch ein langgehegter Lebenstraum vieler Deutscher. Zum Beispiel um eine Familie zu gründen, als Altersvorsorge oder auch als praktische Geldanlage, in der man gleichzeitig wohnen kann. Daher gibt es einige, die mehrere Immobilien anhäufen – in der Hoffnung, dass die Mieten viel abwerfen.

Von wegen reich: Vermieter verdienen kaum an Immobilien?

Doch das ist oftmals ein Trugschluss, meint ein aktuelles Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Dieses besagt nämlich, dass deutsche Vermieter am Ende gar nicht so viel Geld einnehmen, wie landläufig geglaubt wird. So gebe es zwar in Deutschland etwa 3,9 Millionen Kleinvermieter – vom Angestellten bis zum Geringverdiener -, die rund 15 Millionen Wohnungen vermieten würden. Besonders viele Vermieter gibt es in Baden-Württemberg mit einer Quote von 15 Prozent, in Sachsen-Anhalt sind es dagegen sogar weniger als drei Prozent. In Köln und Düsseldorf stellen Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften mehr als zwei Drittel aller vermieteten Wohnungen zur Verfügung.

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Dennoch sollen mehr als die Hälfte der deutschen Vermieter (53 Prozent) jährlich auf weniger als 5.000 Euro Nettoeinkünfte kommen, während es nur magere 20 Prozent schaffen, mehr als 10.000 Euro netto im Jahr zu erwirtschaften. "Das Bild des reichen Vermieters, der armen Mietern gegenübersteht, ist also eher eine Ausnahme als die Regel", sagt der Autor des Gutachtens, IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Das heißt also konkret: Wer Wohnung oder Haus vermietet, ist nicht automatisch gleich reich.

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Mehr Kleinvermieter in Deutschland - dank niedrigem Leitzins

Das Gutachten zeigt zwar auch, dass die Gesamtanzahl privater Kleinvermieter in den letzten Jahren stark gestiegen sei – doch laut dem Wirtschaftswissenschaftler könnte die Zahl bedeutend größer sein. Der Grund dafür: der historisch niedrige Leitzins. Dieser verleitet die Deutschen eigentlich dazu, mehr Immobilien zu kaufen – und ergo, auch zu vermieten. Doch finanzielle Belastungen wie energetische Sanierungen und verschärfte Regulierungsmaßnahmen durch die Mietpreisebremse oder Erhaltungssatzungen machen es (potenziellen) Vermietern immer schwieriger. "Bund und Länder müssen aufpassen, den Vermietern nicht zu viel aufzubürden", schließt Voigtländer.

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jp

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