Ob das eine gute Idee war?

Das ist das verrückteste Ebay-Angebot, das Sie je gesehen haben

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Möbel, Klamotten - und jetzt sogar ein Startup? So skurril war die Versteigerung.

Mode, Möbel und Kosmetika: Auf Ebay können Nutzer allerhand ersteigern oder verkaufen. Doch dieses Angebot eines Start-Ups ist fast schon so absurd wie genial.

"kingofgents.com - DAS ORIGINAL - Rasur-Startup an Höchstbietenden abzugeben – gebraucht – kostenlos" – was sich wie eine beliebige Produktwerbung auf Ebay anhörte, ist eigentlich ein fast schon unmoralisches Angebot.

Der Grund: Vier Jungs aus Risum versteigerten ihr eigenes Startup. Genauer gesagt, handelte es sich dabei um einen Online-Shop namens "Kingofgents", in dem sie seit 2015 angesagte Oldschool-Rasiersets für Männer anboten.

Zum Versteigern: Deutsches Startup auf Ebay

Und wie es scheint, kam das skurrile Angebot richtig gut an: Schließlich haben 31 Interessenten mitgeboten – am Ende erhielt ein Ebay-User den Zuschlag. Dafür musste er allerdings auch 23.806 Euro hinblättern.

Das Erstaunliche daran: Zwei Wochen zuvor war der Startpreis bei nur einem Euro. Die Gründer Gunnar Quedens, Jan Carstensen, Victor Kopt und Torben Jensen können sich angesichts der stolzen Summe sicherlich die Hände reiben.

Einen bitteren Beigeschmack hat es allerdings: Wieso geben die Jungs einfach so ihr eigenes Unternehmen her – und "verscherbeln" es dann auch noch auf Ebay? Zumal sie auf dem Online-Marktplatz doch schrieben, dass es sich hierbei um "ein Konzept, welches auf den deutschen Markt optimiert ist und sich leicht für andere Länder erweitern lässt", handelte. Zudem priesen sie den "eingetragenen Markenschutz in Deutschland" und "ein volles Lager mit Waren im Wert von circa 13.500 Euro" an.

Könnte es sein, dass sie auf ihren Produkten sitzen geblieben sind – und das Startup finanziell nicht mehr tragbar war? Dass Startups scheitern, ist schließlich keine Seltenheit.

Mutig, aber auch riskant: Darum versteigern die Gründer ihr Startup auf Ebay

Doch die Gründer klärten schließlich auf: 

"Im Jahr 2015 haben wir neben Studium, Arbeit und weiteren gleichzeitigen Startupgründungen mit Kingofgents circa 37.000 Euro Umsatz gemacht. Damit wollen wir sagen: Wir haben nicht viel Zeit reingesteckt, sondern Kingofgents immer als Nebenprojekt betrieben. Ab 2016 nahmen andere Projekte immer mehr Zeit in Anspruch, so dass wir nun sagen müssen: So geht es nicht weiter. Wir müssen uns entscheiden. Deshalb boten wir die Marke zum Verkauf an und hoffen, dass dieses Projekt mit derselben Leidenschaft weiterbetrieben wird, welche wir noch in 2015 hatten. Wir sehen nach wie vor viel Potenzial und viel Arbeit."

Star-Investor Frank Thelen aus der VOX-Show "Die Höhle des Löwen" fand die Idee damals jedenfalls gut. "Es gibt viele, die gerne gründen und für die es dann ein attraktives Paket sein könnte", so Thelen gegenüber dem Business Insider - sozusagen als Starthilfe, um sich endlich zu trauen. Ohne Konzept geht das aber nicht: "Hier kauft man eine Marke, Produkt, Website – aber wer soll es dann groß machen?" Hoffentlich weiß zumindest der neue Besitzer eine gute Antwort darauf.

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