Beim Weihnachtsgeschäft

Vorsicht: So prellen Sie Betrüger bei Dumpingpreisen im Internet

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Peter Giesel hilft geprellten Kunden in der Kabel Eins-Doku "Abzocke Weihnachtsgeschäft".

In der Kabel Eins-Doku enthüllt Peter Giesel, wie Abzocker Kunden auf dubiose Weise beim Weihnachtsgeschenkeshopping prellen.

Ob süße Welpen, Technikgeräte oder Smart-Toys für die lieben Kleinen: Es gibt nichts, was es nicht in Online-Shops zu kaufen gibt. Kurz vor Weihnachten boomen sie wieder – doch eine TV-Dokumentation auf Kabel Eins hat nun enthüllt, wie diverse Online-Händler potentielle Kunden um hunderte von Euro prellen. In "Achtung: Abzocke im Weihnachtsgeschäft" deckt Peter Giesel auf, wo die meisten Betrüger lauern und was man beim Online-Shopping dringend beachten muss.

Kabel-Eins-Doku enthüllt: Abzocker vermiesen Kunden das Weihnachtsfest

Zuerst ereilt Giesel ein Hilferuf einer Frau, die über einen Online-Shop namens "worldofbulldogs" einen Bulldog-Welpen liefern hat lassen. Schließlich soll der Tier-Versand Welpen zu deutlich niedrigeren Preisen als etwaige Züchter anbieten. Doch schnell kommt sie ihre Günstig-Mentalität teuer zu stehen: Als sie den Welpen erhält, ist dieser bereits todkrank und voll gepumpt mit Medikamenten. Bei Giesels Besuch kommt heraus: Der Hund ist voller Würmer, hat eine zu enge Luftröhre und leidet dadurch unter regelmäßigen Erstickungsanfällen. Zudem würden hohe Tierarztkosten den anfangs so günstigen Preis schon längst übersteigen. Kurz darauf melden sich weitere geprellte Kunden des Online-Shops.

Auch dieses Selbstexperiment von zwei Redakteuren auf RTL II sorgt bei allen Beteiligten für Überraschung.

Peter Giesel macht sich in der TV-Doku auf den Weg in die Slowakei zum Anbieter der Seite – dort findet er heraus: Das Geschäft ist eine dubiose Mogelpackung, die dortigen Welpen sind ebenfalls schwerkrank und haben Wurmbefall. Als er einen Mitarbeiter mit dem Betrug konfrontiert, wiegelt der ab und erklärt, dass alle Kunden 72 Stunden Zeit hätten, um eine Krankheit festzustellen – ansonsten bleiben sie auf ihren Kosten sitzen. Am Ende rät Giesel eindringlich: Besser ein bisschen Geld mehr ausgeben und beim Züchter kaufen, anstatt Tiere aus dem Ausland und/oder über Online-Shops zu bestellen.

TV-Doku: Welpen, Smart Toys oder Technik - so mies gehen Betrüger vor

In seinem zweiten Fall kommt Giesel sogenannten Smart Toys – also elektronischen Kuscheltieren – auf die Schliche. Diese stehen schon länger in Verruf – so soll die Puppe Kayla sogar bereits verboten worden sein, da sie als Spionage-Werkzeug missbraucht werden könne. Dennoch findet Giesel heraus, dass sie noch immer für 20 Euro im Internet zu ersteigern ist. Daraufhin nimmt er weitere Smart Toys, unter anderem einen Teddybären, der mit Bluetooth-System ausgestattet ist, ins Visier.

Dazu lässt er den Bären in einem Experiment mit Kindern allein im Kinderzimmer spielen. Währenddessen loggt er sich per Smartphone in die Sprachfunktion des Bären ein und unterhält sich mit dem Mädchen und dem Jungen – und fragt sie über private Details aus. Die Daten werden dann an einen Server geschickt und in der App hinterlegt. Damit steht fest: Jeder, der ebenfalls diese App hat, kann sich mit dem Bären verbinden und als dieser zu den Kindern sprechen – eine gruselige Vorstellung. Auf Anfrage bei der Bundesnetzagentur heißt es allerdings nur, dass dies an sich keine Straftat wäre. Es müsse erst etwas passieren, bevor man einschreiten könne.

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Vorsicht, Abzocke: TV-Doku endet fast tragisch

Schließlich nimmt Giesel Online-Shops unter die Lupe, die Technikprodukte verkaufen. Schließlich stehen Elektronikgeräte bei vielen Deutschen auf Platz Eins ihrer Wunschliste. Doch nicht selten passiert es, dass Kunden Produkte kaufen und den Kostenbetrag überweisen – aber am Ende keine Ware erhalten. So auch eine Frau, die sich für satte 329 Euro eine Fotokamera auf einem Portal namens KKG Technik bestellt hat. Ein Fall für Peter Giesel – dieser konfrontiert die Mitarbeiter eines Online-Shops damit. Doch anstatt den Fall sachlich zu klären, wird er unsanft nach draußen geschubst. Doch zumindest endete es für die geprellte Kundin glücklich – sie bekam schließlich ihr Geld wieder zurück.

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jp

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