20 Teams auf höllischer Fahrt durch Obing

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Seit dem unsinnigen Donnerstag herrschte das totale Rennfieber in Obing, denn der Grand Prix hatte nach zehn Jahren das Formel-Seifenkisten-Rennen wieder an den Schlossbergring geholt.

Neben den verschiedenen Rennställen mit den dazugehörigen Boxenludern hatte sich natürlich auch der internationale Jetset über die tollen Tage in Obing eingefunden und sorgte neben dem sportlichen auch noch für das gesellschaftliche Highlight.

Das Warm-up fand mit einem Faschingsball bereits am Donnerstag statt und setzte sich mit der Boxenluder-Party am Samstag fort. Höhepunkt war dann das Rennen am Sonntag, zu dem Rennleiter "Flavio Gallinger" viele lokale Piloten auf dem 382 Meter langen Kurs begrüßte. Hunderte von Zuschauern säumten die Strecke und feuerten die 20 Teams kräftig an. Dabei amüsierten sich die Zuschauer bestens über die außergewöhnlichen Fahrer in ihren noch außergewöhnlicheren Gefährten, die auf dem nicht ganz einfachen Kurs ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen mussten. Allerdings hat nicht jedes der Seifenkistl die Kurve am Parkdeck gleich beim ersten Mal gepackt. Einige Fahrer hatten Probleme mit der Lenkung, verloren die Verbindung zur Box oder hatten gar einen Achsbruch zu beklagen, was natürlich die Sensationslust der Zuschauer befriedigte und über die Maßen zu deren Erheiterung beitrug. Das Team "Urwoid Boyz" mit seinem Massiv-Holz-Flitzer "Feuerstein" konnte nach einem Ausflug in den Schneehaufen die Fahrt nicht mehr fortsetzen, ebenso wie das Duo Düsentrieb, das die Einzelteile seines Flitzers in Leichtbauweise tapfer ins Ziel trug.

Dennoch kam das Rennen ohne Safety-Car-Phase aus, und bis auf ein paar blaue Flecke trugen die Fahrer auch keine gröberen Verletzungen davon. Rennleiter und Schwerenöter Flavio wies auch ausdrücklich darauf hin, dass das Wildschwein auf dem Renner der "Scuderia Eber-Racing" (Foto) nur mit wenigen Nägeln befestigt sei, keinerlei Schmerzen habe und zu Familienfeiern gebucht werden könne. Sieger wurde der Lokalmatador Markus Reiterberger mit dem Kreidlerberger-Racing-Team in einer Fabelzeit von 37 Sekunden, dicht gefolgt von "Schosl/Meier (38 Sekunden) und den "Dusch-Wuchteln" mit 42 Sekunden. Sie alle bekamen Pokale überreicht, allesamt Einzelstücke, über den Wertstoffhof bezogen. Auf die Champagner-Dusche auf dem Balkon verzichteten die Fahrer und sparten sich die Getränke lieber für die ausgelassene Sieger-Party, die am Anschluss am Parkdeck stattfand.

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