Rathausschlüssel in närrischer Hand

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Bad Aibling - Veronika III. und Prinz Thomas II. haben seit Samstag den Rathausschlüssel in der Hand und herrschen nun bis zum Faschingsdienstag über Aiblings Narren.

Im ausverkauften Kurhaus-Saal begann der Fasching 2011 mit Prinzenwalzer, Gardemarsch, Show-Einlagen sowie dem Auftritt der Kinder-Showtanz-Gruppe schwungvoll. Gildepräsidentin Marianne Hartmann freute sich über den guten Besuch und wünschte den Ballbesuchern, darunter neben Bürgermeister Felix Schwaller auch eine große Anzahl Stadträte sowie Vertreter der Ortsvereine, einen guten Start in die närrische Saison. Schon beim darauf folgenden Eröffnungswalzer, angeführt von den Tollitäten des Vorjahres, Prinzessin Stefanie von der Akrobatikbühne und Prinz Hubert von nobler Sohle und rollendem Leder, sowie den Gardemädels an der Hand der Senatoren füllte sich das Tanzparkett und dies blieb auch in den vom Programm vorgegebenen Pausen so.

Krönungsball Bad Aibling

Spannung kurze Zeit später: Im Saal wartete das närrische Volk auf die neuen Regenten, während sich im Foyer bei den Aktiven, darunter zahlreiche neue Gesichter bei Garde und Elferrat, die Nervosität vor dem ersten Auftritt kaum verbergen ließ. Angekündigt von Toni Ernst und Martin Biechl, die sich an diesem Abend das Amt des Hofmarschalls teilten, erfolgte der Einzug von Kinder-Showtanz-Gruppe, Präsidium, Garde und Elferrat.

Zunächst galt es, Abschied vom bisherigen Prinzenpaar zu nehmen. Marianne Hartmann dankte Stefanie Kolb und Hubert Schlemer für die Repräsentation im Fasching 2010. Die Ex-Tollitäten verabschiedeten sich in Versform. Dann war es so weit: Unter tosendem Applaus zogen ihre Lieblichkeit, Prinzessin Veronika III., und seine Tollität, Prinz Thomas II., in die "Hofburg" ein. Beide in ihren weinroten Roben, geschneidert von Barbara Baier. Stilecht hielten die neuen Regenten, vom Präsidium zuvor mit den Insignien ihrer Macht, Zepter und Orden, ausgestattet, ihre erste Rede an das närrische Volk. In Reimform, gelesen von einer Schriftrolle, stimmten die Regentin über Moneten und Cocktails von der Tapasburg zu Aibling sowie der elektrisierende Herrscher über Musik und Rasen auf die Faschingssaision 2011 ein.

Noch nie dürfte der ansonsten schwere Gang zur Schlüsselübergabe einem Bürgermeister so leicht gefallen sein, wie Felix Schwaller an diesem Abend: Bad Aiblings Stadtoberhaupt übergab schließlich den Schlüssel für das "zum Abriss freigegebene Rathaus" ohne großes Zögern und trat damit symbolisch seine Macht bis zum Aschermittwoch an das Prinzenpaar ab. Als "Gegenleistung" gab es für ihn dann den ersten Orden der Saison 2011.

Es folgte ein weiterer "Ordensregen" auf die "Prominenz" sowie die Eltern des Prinzenpaares. Nachdem die Kinder ihren Auftritt in den von Erika Straßberger genähten Hexen-Kostümen zum Motto "Der Zauberlehrling" sowie "Bibi Blocksberg" hatten, zeigten die Gardemädels zu "Waka Waka" von Shakira ihren neuen Marsch (Choreografie: Tina Papke).

Anschließend legten Prinzessin Veronika und Prinz Thomas ihren einstudierten Walzer zur Filmmusik von "Harry Potter" aufs Parkett, dem sich als stürmisch geforderte Zugabe ein fetziger Show-Mix aus Argentinischem Tango und Salsa zu "I will survive" anschloss.

Dass Martina Schlosser und Nicole Wachter als Trainerinnen mit der Showtanz-Gruppe "ganze Arbeit" geleistet hatten, zeigte sich im zweiten Programmteil: "Himmlisch und höllisch" kamen die jungen Damen den Ballbesuchern und zu Titeln wie "Sex in the city", "Material girl", "Dont stop me now" und "Big spender" zeigten sie als Engel und Teufel eine atemberaubende Show - Zugaben inklusive.

Letzter Programmpunkt war die Überraschungseinlage des Elferrats. Als "The Chickendales" betraten sechs maskierte Herren als "Fitness-Damen" den Saal und zeigten - als sie sich der "Frottee-Kostüme" entledigt hatten - ein kurioses "Fitness-Programm".

Voll des Lobes waren die Gäste nicht nur über den Auftritt der Faschingsgilde, sondern auch über die Kurhaus-Gastronomie. Besonders angenehm empfanden sie die Verlegung der Bar in den "kleinen Saal", wodurch ein größeres Platzangebot zustande kam. uhe

Quelle: rosenheim24.de

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