Gebirgsjäger im wilden Rohrdorf

Rohrdorf - 40 festlich geschmückte Wägen sind durch den Ortskern gezogen. Beim traditionellen Faschingszug standen lokale aber auch bundespolitische Themen im Mittelpunkt.

"Go West", ein wildes und zugleich unberechenbares Motto der Rohrdorfer Faschingsgesellschaft in diesem Jahr. Die düsteren Cowboys aus dem Inntal sorgten während der fünften Jahreszeit immer wieder für "Angst und Schrecken" in der Bevölkerung. Sogar bis Berlin drang der "gefährliche Ruf" der Cowboys, so dass Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg seine besten Soldaten in die 5000 Einwohner starke Gemeinde schicken musste, um für "Ruhe und Ordnung" zu sorgen.

Mottowagen und Besucher beim Faschingszug Rohrdorf

Hunderte Narren beim Faschingszug Rohrdorf

Die "Gebirgsjäger" aus Mittenwald eilten auf einem Wagen herbei und "kümmerten" sich um die lästigen Cowboys beim kilometerlangen Faschingszug durch den Ort. Schwer "bewaffnet" erschienen die Elitesoldaten. Aber niemand der Gebirgsjäger wurde zumindest in Rohrdorf gezwungen, rohes Fleisch zu essen oder literweise Schnapps zu saufen. Den Organisatoren und Mitwirkenden ist ein bunter Mix aus lokalen und bundespolitischen Themen gelungen.  

Bilder vom Faschingszug Rohrdorf

40 Mottowagen und Gruppen beim traditionellen Faschingszug Rohrdorf

40 Wagen, ein gemeinsames Motto: Den Politikern auf den Zahn fühlen. Die Frasdorfer ärgerten sich über den geplanten Ausbau der A8. Auf einem anderen Wagen wurden menschenunwürdige Kontrollen via Nacktscanner dargestellt. Aber auch die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie das geplante Rauchverbot wurden den Zuschauern noch einmal vor Augen geführt. Trotz eisiger Temperaturen wollten hunderte Rohrdorfer und Gäste den Faschingszug nicht verpassen. Die Party geht noch weiter in den nächsten Tagen bis Aschermittwoch, dann beginnt die Fastenzeit. (sf)   

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © sf

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