Sonnige Laune, sonniger Faschingszug

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Das fliegende - äh, rollende - Klassenzimmer.

Edling - So sonnig wie das Wetter war auch die Laune der Verantwortlichen und der Beteiligten beim gemeinsamen Faschingszug von Edling und Wasserburg.

So klein und schon Sumo.

"Wenn man so ein Team hat, dann macht das Organisieren Spaß", strahlte Georg Berndl vor Beginn des Faschingszuges mit der Sonne um die Wette. Schon im Vorfeld habe alles reibungslos funktioniert, so der Zug-Chef, Absprachen gingen zügig und würden eingehalten. Wie zum Beweis verkündete der Feuerwehrkommandant im Vorbeigehen, dass noch so viele Zuschauer herbei strömten, dass man noch ein wenig warten wolle, aber spätestens um 13.15 Uhr werde sich der Zug in Bewegung setzen. Und genauso kam es auch: St.Cyriacus hatte kaum die Viertelstunde geschlagen, kam der Wagen des Musik- und Theatervereins Attel als Zugspitze um die Ecke.

Gezogen von einem kleinen Eicher-Bulldog älteren Jahrganges. Die Marke war gelegentlich eine andere, die Zugfahrzeuggröße nicht: Mammut-Schlepper mit zweistöckigen Wagen und wummernden Bässen hintendran gab es nicht. Stattdessen konnten die Moderatoren Matthias Schnetzer und Wolfgang Schmid viele bunte Fußgruppen kommentieren.

"Mei - is des liab!" freuten sich viele der geschätzten 2500 Zuschauer über das Sumo-Zwergerl, das zu einer grandios ausstaffierten japanischen Truppe aus Pfaffing gehörte. "Heit's ihr wirkli so scharf?" wollte ein neugieriger Feuerwehrler von den vorbeiziehenden Senftuben wissen. Was diese mit einem selbstbewussten "Ja, freili!" beantworteten. Als lebendiger Widerspruch kam der Kirtaverein daher: Die Brauchtumspfleger waren als Punker unterwegs und vom Wagen erklang Schlagermusik.

Schlümpfe, Pandas, Hexen, Clowns oder Hippies - die Kostüme waren fantasievoll und bunt, die Zugteilnehmer ausgelassen. Da fraternisierten König, Feuerwehrler und Senftube fröhlich miteinander, nahmen die Burschen Kontakt mit den feurigen Hexen vor ihnen auf. Der bei einem Stocken des Zuges fast zu eng wurde: Nur Zentimeter vor den wehenden schwarz-roten Röcken brachte der Fahrer das Burschenvereins sein Schnauferl zum Stehen.

Drei Gruppen nutzten den Faschingszug als Werbung für ihre anstehenden Veranstaltungen, politische oder Themen waren die Ausnahme. Eine Gruppe früh- beziehungsweise eher spätreifer Pfaffingerinnen beklagte, dass sie nach der vierten Klasse nicht mehr im Dorf zur Schule gehen könnten, hatten aus Kummer darüber offensichtlich etliche Ehrenrunden gedreht - angesichts der demonstrativ mitgeführten Rechenkünste kein Wunder.

Bunt und warm eingepackt ließ es sich aushalten. Fotos Hampel

Die aberkannten Doktortitel von Bundesministern und Stoiber-Kindern nahm eine Gruppe aufs Korn und der Ebersberger Sauhaufen outete sich als Baustellen-Erhaltungsverein - angesichts der jahrezehntealten und immer noch aktuellen Probleme mit der Ortsumgehung und der Dauerbaustelle am Bahnhof ein Wagen mit Vergangenheit und Zukunft. Ansonsten blieb die (Kommunal)Politik außen vor - was 2014 zwei Wochen vor der Kommunalwahl anders aussehen dürfte.

Wer beim Zug durchgekühlt war, der hatte hinterher die Möglichkeit, sich warmzutanzen. Ein ganzes Zeltdorf hatten die Edlinger mitten im Ort für die Party nach dem Zug aufgebaut. Und dort ging es genauso bunt und fröhlich zu, wie beim Zug selber. Ein paar alkoholbedingte Blessuren hatte die Polizei zu vermelden, ansonsten blieb die Faschingsparty bis zum Redaktionsschluss ebenso ausgelassen wie friedlich.

Die After Zug Party in Edling

After Zug Party Edling Teil 1

After Zug Party in Edling Teil 2

Der Faschingszug in Edling

Faschingszug Edling Teil 1

Faschingszug in Edling Teil 2

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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