Am Samstagabend in Aschau

Gaudi auf dem Krönungsball in der Festhalle Hohenaschau

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Fasching Krönungsball Aschau

Aschau - Die nächsten Wochen werden für das neue Prinzenpaar, Johannes und Veronika, nicht einfach. Für die zahlreichen Termine in den kommenden Wochen wird weiterhin hart trainiert.

Es war eine Premiere für alle: Für ein dickes Bussi, einen großen Orden und einen Walzer mit der Prinzessin übergab Bürgermeister Peter Solnar beim 42. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde in der Festhalle Hohenaschau den überdimensionalen goldenen Schlüssel des Aschauer Rathauses an das neue Prinzenpaar seine Tollität Prinz Johannes I., "weit gereister Herrscher über das goldene Blech" und ihre Lieblichkeit Prinzessin Veronika II., "bezaubernde Regentin von der Komödienburg".

Den Worten seiner Rustikalität Hof-, Feld-, Wald und Wiesenmarschall Sebastian Bichler bei seinem 15. Auftritt als Marschall und 18 Jahre nach seinem Wirken als Prinz Sebastian I. folgend, sei das Prinzenpaar als Fachleute fürs gemeindliche Kassenwesen dazu berufen, das verbliebene Geld in der Aschauer Rathauskasse in den kommenden Wochen entweder zu mehren oder mit vollen Händen auszugeben.

Faschingsgilde geht es seit 44 Jahren in Aschau gut

Prinz Johannes I. und Prinzessin Veronika II. übernahmen von ihren Vorgängern Prinz Josef II. und Prinzessin Miriam I. die Insignien der Macht und werden in den wenigen Wochen des diesjährigen Faschings über den närrischen Mittelpunkt Aschau und das weite Umland bis hinein nach Sachrang und hinaus nach Frasdorf und Wildenwart regieren. "Der Faschingsgilde geht es seit 44 Jahren gut in Aschau, wir sind wie bisher überall jederzeit herzlich willkommen", bedankte sich die Präsidentin der Aschauer Faschingsgilde Niki Hirner mit ihren beiden Vertretern Lorenz Hofmann und Andreas Angermaier.

Der neue Prinz - bürgerlich Johannes Lang – stammt ursprünglich aus Ingolstadt, aber der Liebe wegen zog es ihn nach Aschau. Mit dem Fasching hatte er bisher noch nichts zu tun. Im ganz normalen Leben ist er als Beamter in der Kämmerei von Feldkirchen-Westerham beschäftigt. In Aschau ist er jetzt in das dörfliche Vereinsgeschehen eingebunden; in seiner Freizeit spielt der 26-Jährige alles an Instrumenten, was aus Blech gefertigt ist.

Auch Ihre Lieblichkeit Prinzessin Veronika II. ist neu im Aschauer Fasching, sie muss daher alles rund um den Fasching im Chiemgau, das Lächeln, das Winken, die Auftritte und das Repräsentieren in den kurzen Wochen des heurigen Faschings kennenlernen. Allerdings ist sie erblich vorbelastet: ihre Eltern Max und Marianne waren das Prinzenpaar des Faschings von 1986. Veronika Neumüller (23) ist in Aschau daheim und arbeitet als Beamtin in der Kämmerei in Rosenheim. Sie ist als aktives Dirndl beim Trachtenverein "D´ Griabinga" Hohenaschau bei allen Veranstaltungen der Trachtler mit dabei und spielt für ihr Leben gerne Theater bei der Aschauer Kolpingbühne. Als gebürtige Aschauerin geht sie gerne zum Skifahren, diesen Winter wird sie mitsamt ihrem Prinzen bis zum Aschermittwoch wohl wenig Zeit und Gelegenheit zum Skifahren haben, schon um einer möglichen Verletzungsgefahr auszuweichen.

Tanztraining seit August

Das Paar ist auch privat miteinander verbandelt, das erleichtert in den kommenden Wochen vieles: das gemeinsame Training, das gemeinsame Fortgehen und die gemeinsamen Strapazen. Die Ballbesucher konnten diese Gemeinsamkeiten vor allem beim traumhaften Prinzenwalzer erkennen. Schon seit August sind die beiden bei der Tanzschule Ziegler in Prien im Training und arbeiten eifrig am Prinzenwalzer und am Showtanz. Die Aschauer Festhalle war nach dem Motto "Zeit dass sich was dreht - die Welt zu Gast in Aschau" phantasievoll dekoriert und beim 42. Inthronisationsball der Aschauer Faschingsgilde gut besucht. Die Faschingsgilden von Vogtareuth, Bernau und Prutting gaben ihnen die Ehre.

Alle Ballbesucher erlebten auf der Bühne ein optisch perfekt aufeinander abgestimmtes Prinzenpaar – die Prinzessin in einem feuerrot-elfenbein Prinzesskleid-Traum – geschneidert von Elisabeth Schelzke - und der Prinz dazu abgestimmt mit einer roten, weiß paspelierten Barock-Samtlivree mit dreifacher Husarenverschnürung, dazu trug er eine lange helle Hose mit breiten Biesen und Paspelierung. Sie zeigten gemeinsam einen wunderschönen, gefühlvollen Prinzenwalzer mit Anteilen von "Gold und Silber" nach Motiven von Strauss und später mit den "Fußball-Girls" einen temperamentvollen Showtanz "Zeit dass sich was dreht". Vor dem Prinzenwalzer exerzierte die Aschauer Prinzengarde zu Jaques Offenbach den "Gardemarsch 2016", kommandiert von Major Christine Hamberger und einstudiert von Niki Hirner und Miriam Noichl.

Gaudi auf dem Krönungsball in der Festhalle Hohenaschau

Schon monatelang üben die 13 Gardistinnen unter dem Kommando des bewährten Gardemajors Christine Hamberger auf ihren großen Auftritt zum Faschingsbeginn hin. Mit Tatjana Heinrichsberger, Veronika Thaurer, Sabine Stoib, Theresa Schmid, Katharina Scheck, Magdalena Noichl, Marina Heinrich, Jenny Pelzl, Magdalena Schausbreitner, Magdalena Furtner, Sandra Noichl und Elisabeth Stein gelang es der Aschauer Faschingsgilde auch in diesem Jahr ein Dutzend höchst ansehnliche Gardemädchen zu finden. Sie üben Gardemarsch und Showtanz unter der Leitung von Niki Hirner und Miriam Noichl. Die "5e hamma" aus Schleching spielten den Aschauern nach der Inthronisation und den obligatorischen Ordensverleihungen in der Festhalle noch zum Tanz auf.

Zahlreiche Termine stehen für das Prinzenpaar und die Garde in diesem Fasching bereits fest: nach dem Inthronisationsball kommen am Samstag, 6. Februar die Faschingsgesellschaften aus dem ganzen Landkreis zum Gildeball nach Aschau. Dazwischen liegen die Auftritte der Aschauer Faschingsgilde in Aschau und der Region, vom Kinderfasching bis zum Seniorenball.

reh

Quelle: rosenheim24.de

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