Die Rosenheimer Faschingsgilde

Der Faschingsgilde über die Schulter geschaut

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Rosenheim - Egal ob beim Rosenball, den Stadt- und Landball oder dem närrischen Treiben im Landkreis. Die Rosenheimer Gilde ist immer vorne dabei. Wir haben hinter die Kulissen geblickt:

"Nach dem Fasching ist vor dem Fasching", ein Satz, den man bei der Rosenheimer Faschingsgilde oft zu hören bekommt. Dabei verdeutlich dieser Spruch gleich in doppelter Hinsicht die Einstellung, mit der das Präsidium, der Elferrat, die Garde und die vielen Helfer im Hintergrund der Gilde jeder neuen Saison entgegenfiebern. Mit Vorfreude und Motivation, aber auch Teamgeist und in vielen Einzelstunden, bereiten die Mitglieder jedes Jahr aufs Neue unzählige Auftritte und die vier großen Veranstaltungen in Rosenheim vor. rosenheim24.de hat die Gilde einen Tag lang begleitet und hinter die schillernde Kulisse geblickt:

70 Auftritte und vier eigene Bälle

Die Geschichte des Rosenheimer Faschings beginnt bereits im 19. Jahrhundert. Bereits im Jahr 1888 lassen sich erste Berichte über das närrische Treiben im Stadtarchiv finden. Vor und nach dem zweiten Weltkrieg regierte die Faschingsgesellschaft "Silberrose" bis hinein ins Jahr 1952. Nach einer langen Zeit ohne eigenen Verein wurde dann erst im Jahr 1964 die Rosenheimer Faschingsgilde ins Leben gerufen.

Acht Jahre später, am 11. Oktober 1972 wurde die Gilde dann in den Wirtschaftliche Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim e.V. eingegliedert; um den "Fasching mit seiner Geschichte auch als schützenswertes Kulturgut" zu bewahren. "Ich unterstütze die Gilde, weil ich festgestellt habe, was für enorme Arbeit dahintersteckt", so Reinhold Frey, der Vorsitzende des Wirtschaftlichen Verbands.  

"Neben unseren vier großen Veranstaltungen, dem Rosenball, dem Kinderfasching, dem Stadt- und Landball und dem Kehraus, kommen wir in jeder Saison auf rund 70 Veranstaltungen", berichtet der Präsident der Rosenheimer Faschingsgilde, Ernst Fürbeck. Seit diesem Jahr hat das Rosenheimer Faschings-Urgestein Fürbeck mit Sandra von Gottesheim eine neue Vizepräsidentin an der Seite, die sich zudem um das Gesicht der Gilde, das Prinzenpaar, kümmert. "Es ist ganz wichtig, wenn man Prinzenpaar sein will, dass man die Liebe zum Fasching hat", beschreibt Sandra von Gottesheim die Voraussetzungen für die Repräsentanten des Rosenheimer Faschings.

Die Rosenheimer Garde und der Elferrat: Tradition und Kondition

"Ab Mai geht die neue Saison für uns schon wieder los", erklärt Thomas Stadler, Elferrat und der Betreuer der Rosenheimer Garde. Nach der Bewerbungsphase und der Auswahl der neuen Mädchen, steigt die Gruppe dann auch schon wieder ins Training ein um für den Gardemarsch und die aufwendigen Shows perfekt vorbereitet zu sein. "Besonders wichtig ist und, dass die Mädchen auch menschlich zusammenpassen. Man verbringt dann doch sehr viel Zeit miteinander", ergänzt Barbara Reibl, ihres Zeichens ebenfalls Elferrätin der Rosenheimer Faschingsgilde.

Die Organisation der Auftritte und der vier großen Bälle mit knapp 3.800 Gästen übernimmt der der Elferrat komplett. Jedes Mitglied hat dabei eine eigene Funktion. Angefangen bei der Gardebetreuung, über die bekannten Orden, bis hin zur Ablaufplanung der Veranstaltungen, kümmern sich die Elferräte um alle großen und kleinen Herausforderungen im Rahmen der närrischen Zeit.

"Den Fasching zu Grabe tragen": Der Kehraus

Auch in diesem Jahr bildet der traditionelle Kehraus wieder den Abschluss der Faschingssaison in Rosenheim. Im Gasthof Höhensteiger präsentiert die Gilde am 17. Februar noch einmal ihr komplettes Programm bevor sich das närrische Treiben wieder seinem Ende entgegen neigt. Doch nicht vergessen: "Nach dem Fasching ist vor dem Fasching!

Bilder vom Stadt- und Landball 2015

Stadt- und Landball (1)

Stadt- und Landball (2)

Stadt- und Landball (3)

Stadt- und Landball (4)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Evi Gröning

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