Narren verabschieden Pfarrsaal

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Die Moderatoren und Akteure Helmut Giglberger und Richard Wimmer.

Tüßling - Zum letzten Mal heißt es im Tüßlinger Pfarrsaal heuer "Frohsinn, Gaudi und Gemütlichkeit". Unter diesem Motto hatten Originale aus Tüßling und Umgebung seit 1993 ungezählte Zuschauer unterhalten. **Faschings-Special**

Im Frühjahr wird der Pfarrsaal abgerissen, wodurch die Faschingsgesellschaft und die Akteure ihre geliebte Brett'l-Bühne verlieren.

Faschings-Special

Im November 1992 entstand, initiiert vom damaligen Elferrat, die Idee zu einer Art Kappenabend. Angesprochen werden sollten Gäste, für die der übliche Faschingsball-Trubel zuviel ist, die aber dennoch einmal die Garde sehen und ein paar humorvolle Stunden verbringen wollen. Geplant war ursprünglich nur ein Abend, wegen der großen Nachfrage folgte tags darauf aber eine Zusatzvorstellung. 14 Gruppen gestalteten 1993 die ersten beiden Abende im ausverkauften Pfarrsaal. Einige Akteure wie der Moderator Helmut Giglberger, Faschingspräsident Hans Holl, Akteur und Moderator Richard Wimmer und die Huadara sind seitdem ununterbrochen bei dem Spektakel dabei.

"Frauen der ersten Stunde" waren der Frauenbund mit dem Stück "Oide Rittersleut". Der Frauenbund war es auch, der den "Bausteine-Verkauf" für einen guten Zweck ins Leben rief. Die Einnahmen aus dem Schokoladenverkauf und die Einnahmen aus den Eintritten wurden seither für karitative Zwecke gespendet. Der Faschingsverein sammelte auf diese Weise bis heute 20888,36 Euro. Größter Profiteur dieser Aktion war der Tüßlinger Kindergarten, aber auch die Kinderkrebshilfe Balu oder die Kirche wurden regelmäßig mit Spenden bedacht.

Von Anbeginn an wurde das Faschingsbrett'l absoluter Renner im Tüßlinger Fasching. Die Karten für die fünf Veranstaltungen wurden in kürzester Zeit verkauft, die Tickets waren heiß begehrt.

Mitverantwortlich an dem großen Erfolg waren Gruppen wie der Stammtisch Monaco, die in 15 Brett'l Jahren immer eines der Highlights waren, auch das Zwiegespräch der Nachbarn wurde jedes Jahr mit Spannung erwartet. Wer wird in diesem Jahr "dableckt", wem geht es heuer an die Wäsche? Musikalischer Höhepunkt ist in jedem Jahr die Gruppe um Bürgermeister Heinrich Hollinger, die Huadara.

Ebenfalls ein treuer Begleiter in den 17 Jahren war das Bühnenbild des Marktplatzes, das damals noch der legendäre Tüßlinger Maler Kluge geschaffen hat. Ein Jahr musste das Brett'l pausieren, aufgrund des kurzen Faschings und des geplanten Starkbieranstich wurden auf die Aufführungen verzichtet. Noch eines ist in all den Jahren gleich geblieben, nämlich die Speisekarte mit Wiener und Gulaschsuppe.

Als Vorreiter fungierte der Faschingsverein auch in Sachen Nichtraucherschutz. Vor acht Jahren erließ der Verein zum Unmut mancher, aber zum Wohl der meisten ein komplettes Rauchverbot im Saal.

Seit Wochen proben und schrauben die 50 Akteure an ihrem Programm und an den Kulissen. Die Aufführungen sind am Freitag, 22., Samstag, 23., und Sonntag, 24., am Freitag, 29., sowie am Samstag, 30. Januar, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es bei Gardinen Radlinger oder an der Abendkasse.

rej/Mühldorfer Anzeiger

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