Kunst und Krempel der etwas anderen Art

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Festlicher Einzug der Königinnen und Könige beim Schützenball in Gars.

Gars - Auch heuer ging es beim wohl einzigen großen Ballereignis der Saison in Gars hoch her: Der beliebte Schützenball zog wieder die Besucher aus der ganzen Region nach Höfen. **Faschings-Special**

Der Saal und die Gaststube beim Wirt sowie später die gemütliche Kellerbar waren gut gefüllt.

Faschings-Special

Die "Innsider" begeisterten das tanzfreudige Publikum mit abwechslungsreichen Rhythmen. Zum Auftakt des Balles waren die Schützenköniginnen und Könige aus der Region mit Begleitungen festlich in den Saal eingezogen und hatten ihre traditionellen Runden gedreht.

Die Showgarde "Starlets" aus Gars tanzte sich vor einem großflächigen Bühnenbild mit ihrem neuen Programm "Africa" in die Herzen der begeisterten Zuschauer. Trainerin Kathi Bacher hatte für die Choreografie wunderbare Melodien wie "The Lion sleeps tonight" zusammengestellt.

Nach Afrika entführten die "Starlets" die Ballgäste.

Die Schützengesellschaft Höfen garantierte auch heuer wieder eine besondere, viel belachte und gut ausgestattete Show: Nach dem Vorbild der Sendung "Kunst und Krempel" standen unter der Moderation von Lisi Wandiger als wechselnde Experten Konrad Hell und Sepp Mangstl mit den jeweiligen Besitzern der "Kostbarkeiten" auf der Bühne, Martina Eggerdinger führte die Gutscheinverteilung der ermittelten Preise durch.

Da wurde zum Beispiel ein großes Portrait vom neuen Bürgermeister als schlichte Alltagskunst mit besonders schönem Rahmen identifiziert. Der Besitzer hatte es angeblich im Garser Feuerschützenheim gefunden und bekam einen Bargutschein über fünf Rüscherl.

Professor Dr. Dr. Huber und Schreinereibesitzer Dr. Wurmdobler entdeckten im zufällig beim Litaneibeten gefundenen Holzbrett aus der Mittergarser Pfarrkirche einen Holzwurm, der die Vergasung verschlafen hatte. Dieses einzigartige Objekt wurde als besonders wertvoll eingestuft, die Räuberschützen erhielten dafür fünf Klare.

Weiter wurden bei Kunst und Krempel der erste Probeentwurf einer Jubiläumsstandarte der Huttenstätter Schützen präsentiert. Ein Archäologe und ein Friseur untersuchten das von einem Tiefenstätter Schützen vorgestellte Haarteil und Karl Feldlager sowie der Geschäftsführer einer Dessousfirma befassten sich mit dem T-Shirt eines Siegertypen, das die Putzfrau der Höfener Schützen entdeckt hatte.

Dann wurde noch ein angeblich 20 Jahre alter Fresskorb vom 80. Geburtstag einer nun 100 Lenze zählenden Oma von Experten nach allen Richtungen getestet und erwies sich schon deshalb als absolute Rarität, weil zwar noch das Dorf Reichertsheim, aber die damaligen Herstellerfirmen der entsprechenden Kostbarkeiten inzwischen nicht mehr existieren. Die Experten empfahlen die Errichtung eines Arkadenshoppings beim früheren Ramplbräu. "Durch den Kakao gezogen" wurden schließlich auch der neue Wanderpokal des Garser Gemeindeschießens.

ba/Wasserburger Zeitung

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