Eine schöne Zeit beginnt für Prinzenpaar

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Evi und Markus Glaser sind seit acht Jahren verheiratet.

Kraiburg - Sie sind sympathisch, straff organisiert und passen ausgezeichnet zur Narrengilde: Das aktuelle Prinzenpaar Evi und Markus Glaser.

Zwar war die Zusage wohl überlegt, doch jetzt freuen sie sich, endlich an die Öffentlichkeit zu treten.

"Heuer ist uns wieder ein echter Knüller gelungen", strahlt Präsident Udo Pöppelbaum über das ganze Gesicht, wenn er auf das diesjährige Prinzenpaar der Narrengilde angesprochen wird, "ein ausgesprochen sympathisches Paar, das ausgezeichnet zu unserem Haufen passt."

Evi und Markus Glaser sind auch im wirklichen Leben ein Paar, wohnen in Weiß bei Taufkirchen, sind seit acht Jahren verheiratet und haben drei Buben im Alter von vier, sechs und acht Jahren. Die 30-jährige Prinzessin arbeitet als Krankenschwester im Therapiezentrum Christ in Weiß und liebt das Skifahren, Lesen und vor allem das Klarinettenspielen. Markus, 32 Jahre alt, arbeitet als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Gruber in Ampfing, ist aktiver Fußballer und Jugendtrainer beim TSV und fährt auch gerne Ski. Wichtig ist ihnen, so viel Zeit wie möglich zusammen mit den Kindern zu verbringen, und so stehen wann immer es geht Familienausflüge in die Berge, zum Baden oder zum Schlittschuhlaufen auf dem Programm.

Bei ihrer Familien- und Arbeitssituation war es klar, dass die Zusage, das Prinzenpaar zu machen, nicht spontan erfolgte. "Da muss alles klar und straff organisiert sein", sagt Evi und freut sich, dass sie von ihren beiden Brüdern und deren Ehepartner tatkräftig unterstützt werden. "Aber ein ganz großes danke, danke, danke geht an die Mama von Markus, ohne sie wäre alles nicht möglich gewesen, sie steht absolut hinter uns", ist ihr wichtig.

Der Grund, dass sie heuer die Narrengilde als Prinzenpaar repräsentieren, liegt schon ein Jahr zurück. "Wir waren beim Sportlerball im letzten Fasching als Kaiserin Sissi und Kaiser Franz dabei", erinnert sich Markus, "und während wir tanzten, kam gerade die Narrengilde in den Saal für ihren Auftritt." Für Udo Pöppelbaum stand sofort fest: "Das ist unser nächstes Prinzenpaar!" Doch dann herrschte das ganze Jahr über Funkstille und Markus war sich sicher, "dass dieses Thema gegessen ist."

Die Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft freilich wussten von den vielen Verpflichtungen des Ehepaares und trauten sich deshalb nicht so recht nach vorne, erst im November wagten sie es, bei den Glasers vor der Tür zu stehen. "Da folgten unruhige Tage", sagt Markus im Rückblick. Schließlich sagte er, ohne dass es Evi wusste, mit den Worten zu: "Es geht nicht, darum machen wir es. ,Yes we can' gilt auch für uns."

Grundsätzlich haben sie ihre Entscheidung auch bis heute nicht bereut, "aber der psychische Druck, zu versagen, sich vor den Ballbesuchern auf dem Tanzparkett zu blamieren, ist zumindest bei mir enorm", gesteht die Prinzessin. "Wir werden aber von unserer Trainerin Claudia Sprecklmeier immer darin bestärkt, dass wir das gut hinkriegen." "Getanzt wird ein Walzer", ergänzt der Prinz, "aber nicht im klassischen Sinn." Mehr ist zu diesem Thema von den beiden nicht herauszubekommen, und über das Gewand werden gar keine Auskünfte gegeben. Evi sagt lediglich: "Das wird für viele eine Überraschung."

Mächtig stolz auf ihre Eltern sind die drei Buben. "Am meisten freuen sie sich darauf, dass sie dieses Jahr beim Faschingszug in Waldkraiburg Bonbons vom Wagen werfen dürfen", lachen Evi und Markus.

Aber auch für sich selbst und das Publikum erwarten sie sich viel Spaß und Freude "im Paket mit den Gardemädchen. Wir wollen aber auch Zeit für uns beide haben, eine schöne Zeit miteinander und nicht in erster Linie Stress."

Ein vielsagendes Schmunzeln kommt über ihre Lippen, wenn sie darauf angesprochen werden, dass frühere Prinzenpaare häufig nach dem Fasching Nachwuchs bekamen. "Das kann bei uns nicht sein", lacht Markus, denn im Haus sind bereits alle Zimmer belegt und wir wollen nicht dranbauen."

ng/Waldkraiburger Nachrichten

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