Verrücktes Faschingsr​odeln in Sachrang

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Sachrang - Zum neunten Mal feierten die Bergwachtleute ihren Fasching auf der Rodelbahn. Fast zwei Dutzend Schlitten gab es für die Zuschauer am Geigelsteinaufstieg zu bestaunen.

„Die schönste Kuh vom Geigelstein ist die Miss Gipfelmulde“. Beim neunten internationalen Faschingsrodeln der Bergwacht Sachrang nahm der brandneue Sachranger Kurdirektor Klaus Aiblinger mit der Wahl zur „Miss Geigelstein“ die Wahl der „Miss Kampenwand“ als schönste Bergkuh schon einmal vorweg. Ein Schlitten voller ausgesuchter Kuh-Missen von der Miss Sulzing über die Miss Ackerrucken, die Miss Milka bis hin zur Miss Gipfelmulde bewarb sich bei der Körung um den Titel der schönsten Kuh vom Geigelstein.

Faschingsr​odeln in Sachrang

Den roten Teppich hatten sie auf dem Schlitten von der Alm bereits selbst mitgebracht, mit allerlei "Bestechungsgeschenken" versuchten sie das sachverständige Publikum von ihren Vorzügen zu überzeugen, doch meist vergeblich. Bürgermeister Werner Weyerer und der Leiter der Tourist Info Aschau Herbert Reiter, die das Spektakel „Misswahl“ auf Anregung der Sachranger erst im Sommer durchführen werden, durften schließlich „zum Vorüben“ schon einmal die Siegerehrung durchführen.

Auf dem nächsten Schlitten der „Talbach Buam“ kam dann mit dem „Mister Geigelstein“ ein Rudel liebeshungriger Stiere ins Tal, die nach genauer Vermessung und Überprüfung ihrer hervorstechenden Merkmale auf die Kühe los gelassen wurden. Vom normalen Kinderschlitten, über Hörndlschlitten, das geplante Bernauer Rathaus und den Kindersegen der Sachranger Sennerinnen war alles auf der Rennstrecke beim Faschingsrodeln der Bergwacht Sachrang dabei, dazu der Trachtenverein mit der Kindergruppe, der ökumenische Frauenkreis als teuflisch gute Schlittenfahrerinnen, die Wasserburger Bergwacht als fromme Klosterschwestern und auch der Rettungsschirm für Griechenland war auf der Bahn und dazwischen immer wieder Schlittenfahrer aus dem ganzen Landkreis.

Die Feuerwehrleute vom Niederndorfer Berg sorgten mit ihrem Handspritzenfeuerwehrschlitten für das internationale Flair; dabei fragten sich die Zuschauer was passiert, wenn es einmal oben brennt und die Floriansjünger den ganzen Schlitten bergauf ziehen müssen.

Schon zum neunten Mal feierten die Bergwachtleute ihren Fasching auf der Rodelbahn. Fast zwei Dutzend Schlitten gab es für die zahlreichen Zuschauer am Geigelsteinaufstieg zu bestaunen. Wer das Rennen gewonnen hat blieb bis zum Schluss weitgehend unklar, Stadionsprecher Klaus Aiblinger hatte mit sich und den Teilnehmern so viel zu tun, dass für Ergebnisse nur noch wenig Raum blieb. Es wurde gemunkelt, dass die Sachranger Kühe vor den Stieren gewannen, auf den dritten Platz sollen die Feuerwehrler vom Niederndorfer Berg gekommen sein. Bis weit in die Nacht hinein feierten Teilnehmer, Zuschauer und Bergwachtler mit ausgelassener Stimmung an der Schneebar und im Bergwachtheim.

reh

Quelle: chiemgau24.de

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