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Extra nativ Olivenöl

Olivenöl im Test: So schneiden Discounter Aldi und Lidl im Vergleich zu teuren Marken ab

Die SWR-Fernsehsendung „Marktcheck“ hat acht Olivenöle verschiedener Preiskategorien und Marken im Hinblick auf Qualität, Schadstoffe und Preise verglichen.

Bei der Frage nach Olivenöl-Qualität und -Preisen scheiden sich die Geister. Währen die einen nur Bio-Ware aus dem Feinkostladen kaufen, können sich andere nur die Flasche Öl vom Discounter leisten. Markenprodukte können nämlich gut und gerne bis zu 14 Euro pro Flasche kosten, während der halbe Liter Olivenöl* beim Discounter für zwei bis drei Euro zu haben ist. Aber nicht nur der Preis alleine sollte bei der Auswahl entscheidend sein. Auch beim Geschmack gibt es deutliche Unterschiede. Doch heißt teuer automatisch besser?

Olivenöle im Test: Diese Sorten wurden getestet

Die Sendung „Marktcheck“ vom SWR hat im November 2020 acht Olivenöle getestet, darunter ein teures Markenöl, drei Markenöle aus dem Supermarkt sowie vier günstige Eigenmarken. Untersucht wurden in Stichproben Inhaltsstoffe und Schadstoffe, aber auch der Geschmack.

OlivenölPreis pro 500 ml
Solivellas Olivenöl Virgen Extraca. 14 Euro
Bertolli Natives Olivenöl Extra Originaleca. 5 Euro
La Española Natives Olivenöl extraca. 6 Euro
Filippo Berio Bio Natives Olivenöl Extraca. 5 Euro
Cantinelle Natives Olivenöl extra (Aldi Süd Eigenmarke)3,60 Euro
Primadonna Natives Olivenöl Extra (Lidl Eigenmarke)3,60 Euro
Gut & Günstig Natives Olivenöl extra (Edeka Eigenmarke)3,60 Euro
Beste Wahl Natives Olivenöl extra (Rewe Eigenmarke)4 Euro

Alle Öle gehören der höchsten Güteklasse „extra nativ“ an. Das bedeutet, dass sie keine chemischen Zusatzstoffe enthalten dürfen, kaltgepresst und geschmacklich vollkommen sein müssen. Der Anteil freier Fettsäuren darf außerdem 0,8 Gramm pro 100 Gramm Öl nicht übersteigen – jedoch weist „Marktcheck“ darauf hin, dass Hersteller in der Praxis manchmal verschiedene Öle mischen, bis der Grenzwert erreicht ist.

Lesen Sie auch: Urlaubsfeeling – So backen Sie krosses und saftiges Olivenbrot.

Olivenöle im Test: Bei Labor-Untersuchungen überzeugt keins

Für die Sendung hat der Lebensmittelchemiker und Olivenölexperte Christian Gertz die Öle untersucht. Laut dem Experten spielt eine schnelle Verarbeitung für die gute Qualität des Öls eine entscheidende Rolle. Läge zwischen Olivenernte und Pressvorgang zu viel Zeit, könne man das schmecken. Auch der natürliche Fettbestandteil des Öls weise darauf hin, wie gut Lagerung und Verarbeitung der Oliven waren. Erschreckendes Ergebnis der Analyse: Keines der acht getesteten Olivenöle kann überzeugen. Vor allem das teuerste Öl von Solivellas fällt negativ auf: Es hat den niedrigsten Diglycerid-Anteil, der ein wichtiges Merkmal guten Öls ist. Beim Rewe-Produkt fällt dem Chemiker ein beißender, stechender Geschmack auf. Ähnliche sensorische Fehler kommen bei den Ölen von Filippo Berio und Solivellas vor – und das, obwohl laut EU-Olivenöl-Verordnung in der Qualitätsstufe „extra nativ“ keinerlei Geschmacks- oder Geruchsverfälschungen erlaubt sind.

Der SWR „Marktcheck“ hat verschiedene Sorten natives Olivenöl extra verglichen.

Auch auf Schadstoffe werden die Öle in einem Labor untersucht. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Mineralölrückstände in Form von den chemischen Verbindungen MOAH und MOSH in Olivenölen gefunden. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Zumindest in dieser Hinsicht kann bei den hier untersuchten Ölen Entwarnung gegeben werden.

Auch interessant: Die fünf besten Öle zum Kochen, Braten, Backen und Frittieren.

Olivenöle im Test: Welches ist Geschmackssieger?

Für den Geschmackstest wurden in der SWR-Sendung ein Pizza-Bäcker, dessen Mutter und zwei Freunde herangezogen. Verkostet wurde das Öl pur sowie mit Ciabatta. Ein gutes Olivenöl erkennen Sie an diesen Kriterien:

  • Es schmeckt nach Olive und fruchtig.
  • Es darf leicht scharf sein, aber nicht beißend.
  • Es muss einen angenehmen Geruch haben.

Geschmacklich und mit dem Geruch überzeugen können die Öle von Aldi Süd, Filippo Berio und Rewe. Das Bertolli-Olivenöl schmecke und rieche laut den Testern nach kaum etwas. Die Öle von Edeka, La Espanola und Lidl konnten ebenfalls nicht überzeugen. Und das teure Markenprodukt von Solivellas (werblicher Link)? Von dem sind die Tester besonders überzeugt und loben den runden, ausgewogenen Geschmack.

Olivenöle im Test: Das „Marktcheck“-Fazit – günstig vs. teuer

Auch wenn das teuerste Olivenöl im Test von Solivellas geschmacklich begeistern konnte, hat es in den Labor-Untersuchungen bezüglich der Inhaltsstoffe nicht geglänzt. Auch das Öl von Filippo Berio schneidet insgesamt eher schlecht ab. Das Bertolli-Öl hat zwar bessere Laborwerte, wurde aber bei der Verkostung auf den letzten Platz gewählt.

Testsieger ist tatsächlich das günstige Olivenöl von Aldi Süd: Es kann mit einem soliden Geschmack und unproblematischen Labor-Ergebnissen überzeugen. Damit decken sich die Testergebnisse von „Marktcheck“ großteils mit denen von Stiftung Warentest von Anfang 2020: Auch bei Discountern kann man gute Olivenöl-Qualität bekommen. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Aufback­brötchen bei Stiftung Warentest: Teurer Bio-Hersteller bekommt nur Note „ausreichend“.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

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