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Krebserregende Stoffe möglich

Diese Grillfehler verderben den Geschmack oder können sogar gefährlich werden

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  • Maria Wendel Autor Maria Wendel
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Sommerzeit ist Grillzeit: Bratwürste, Steaks, Mais und Folienkartoffeln kommen jetzt auf den Grill. Viele machen dabei Fehler, die gesundheitsgefährdend sein können.

Sie lieben Grillen? Ob Fleisch, Käse oder Gemüse: Im Sommer gehört die Grillsaison zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Allerdings birgt das Zubereiten auf dem heißen Grill auch Gefahren: neben der Verletzungsgefahr auch gesundheitliche Risiken bei der Wahl der falschen Produkte. Lesen Sie hier, welche Lebensmittel auf keinen Fall auf den Grillrost gehören und warum.

Gesundheitsgefahr: Einige Lebensmittel gehören nicht auf den Grill!

Grillfehler: Marinade oder Fett tropft auf die Glut

Ob selbstgemacht oder fertig gekauft: Marinaden sind schon praktisch, weil das Fleisch so besondere Aromen direkt mitbringt, man muss nicht noch viele Saucen dazu servieren. Beim Grillen müssen Sie allerdings aufpassen: Wenn die Marinade von mariniertem Grillgut auf die Glut tropft, können krebserregende Stoffe wie Benzpyrene entstehen. Die steigen über den Rauch auf und können dann von danebenstehenden Menschen über die Atmung aufgenommen werden. Gleiches gilt auch, wenn Fett auf die Heizstäbe eines Elektrogrills tropft. Besser: Grillen Sie mariniertes Fleisch, Schafskäse und Gemüse nicht direkt auf dem Rost, sondern in einer Schale .

Vorsicht bei Aluminiumschalen!

In Aluminiumschalen oder Alufolie sollten sich keine säurehaltigen Elemente oder Salzlake befinden. Bei Hitze reagieren Säure und Salz nämlich mit Aluminium: Aluminiumionen können sich lösen und auf die Lebensmittel übergehen. Empfehlenswert sind deshalb Grillschalen aus Edelstahl oder Gemüseblätter, zum Beispiel von Rhabarber, Bananen oder Mangold.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

Diese Wurst- und Fleischprodukte gehören nicht auf den Grill

Es ist vermutlich vielen nicht bewusst, aber gepökeltes oder geräuchertes Fleisch gehört nicht auf den Grill. Dazu gehören unter anderem:

  • Wiener Würstchen
  • Bockwurst
  • Fleischwurst
  • Kassler
  • Leberkäse
  • Schinken
  • Speck

Und das ist der Grund dafür: Gepökelte und geräucherte Wurst enthalten Nitritpökelsalze, eine Mischung aus Speisesalz und Kalium- oder Natriumnitrit. Dadurch erhält die Wurst einen bestimmten Geschmack, wird haltbar gemacht und erhält die rote Farbe. Allerdings können sich bei hohen Temperaturen – wie beim Grillen – aus dem Salz krebserregende Substanzen bilden. Deshalb besser: Verwenden Sie nur als Grillprodukt gekennzeichnete Wurstwaren. Öko-Test hat kürzlich 19 Grillwürste getestet: Nur zwei Produkte erhielten die Note „sehr gut“. (mad)

Rubriklistenbild: © CSP_Bialasiewicz/Imago

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