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Gefahr durch Bakterien

Darum sollten Sie Fleisch im Kühlschrank niemals oben lagern

Fleisch liegt in einer Fleischtheke.
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Fleisch ist nach wie vor eines der beliebtesten Lebensmittel.

Fleisch ist seit jeher ein äußert gefragtes Lebensmittel. Doch roh kann es schnell verderben. Daher müssen Sie es im Kühlschrank lagern. Doch auch dort lauern Gefahren.

  • Legen Sie kein Fleisch ins Gemüsefach.
  • Achten Sie auf die Temperatur im Kühlschrank*.
  • Trennen Sie Fleisch strikt von Lebensmitteln, die roh verzehrt werden.

Fleisch verdirbt äußerst schnell – gerade, wenn es roh ist. Daher ist die richtige, durchgehend kühle Lagerung das Wichtigste. Geeignet sind Temperaturen unter +7 Grad Celsius, am besten sind maximal +4 Grad Celsius. Ist es wärmer, fühlen sich Bakterien wohl – auch solche, die Lebensmittelinfektionen wie Durchfallerkrankungen verursachen.

Wenn Sie Fleisch nicht einfrieren, lagern sie es im Kühlschrank. Doch wo sollten Sie es dort am besten aufbewahren – und welcher Platz eignet sich überhaupt nicht? Grundsätzlich gehört Fleisch an die kältest mögliche Stelle. Bei älteren Kühlschränken ist dies die Glasplatte über dem Gemüsefach, die meisten modernen Modelle haben an dieser Stelle ein eigenes Fach für leicht verderbliche Lebensmittel.

Kein Fleisch im Gemüsefach

Rohes Fleisch sollte allerdings keinesfalls ins Gemüsefach – obwohl sich dieses ganz unten im Kühlschrank befindet, wo es noch ein wenig kälter ist. Der Grund: Durch die dort vorherrschende hohe Luftfeuchtigkeit würde es sehr schnell schlecht werden. Für die Feuchtigkeit sorgen Mikroben, die sich im warmen Gemüsefach schnell vermehren.

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Allgemein lauern in Kühlschränken sehr viel häufiger Erreger wie Kolibakterien, Salmonellen oder Listerien. Die davon ausgehende Gefahr sollten Sie nicht unterschätzen – denn potenziell sind diese Bakterien sogar tödlich.

Keime überleben auch bei kühlen Temperaturen

Viele Menschen glauben fälschlicher Weise, dass es Bakterien abtötet, wenn sie Lebensmittel kühlen. Dabei bewirkt die niedrigere Temperatur lediglich, dass sich Bakterien langsamer vermehren und die Nahrungsmittel länger halten. Bei Raumtemperaturen hätten diese vielleicht nur einige wenige Stunden überdauert.

Die meisten halten ihre Kühlschränke ohnehin nicht kalt genug. Idealerweise sollten Sie ein Kühlschrankthermometer verwenden und konstant vier Grad Celsius oder weniger anstreben. Denken Sie daran, niemals die Türe längere Zeit offen stehen zu lassen, damit die Kühle erhalten bleibt. Unser Tipp: Stellen Sie nie heißes Essen in Ihren Kühlschrank – auch das treibt die Innentemperatur vorübergehend in die Höhe.

Viele Kühlschränke sind zu voll

Heutzutage lagern wesentlich mehr Artikel in Kühlschränken als in der Vergangenheit. Die früheren Generationen beispielsweise stellten Marmeladen oder Ketchups in Schränke. Aufgrund des hohen Gehalts an Konservierungsstoffen war dies absolut sicher. Mittlerweile richten sich die Lebensmittelhersteller nach veränderten staatlichen Gesundheitsrichtlinien und den Verbrauchern. Sie reduzieren die in ihren Produkten enthaltenen Konservierungsstoffe. So wandern mehr und mehr Dinge in den Kühlschrank. Die Folge: Es wird eng – und warm.

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Denn je voller ein Kühlschrank ist, desto weniger schafft es das Aggregat diesen herunter zu kühlen. Eine wichtige Grundregel lautet daher: Wenn der Platz in ihrem Kühlschrank zur Neige geht, drehen Sie unbedingt den Thermostat herunter, um dies auszugleichen.

Legen Sie niemals Fleisch ins oberste Regal

Eine der Hauptursachen für Lebensmittelvergiftungen ist die so genannte Kreuzkontamination. Dabei wirken sich die einen Nahrungsmittel negativ auf die anderen aus. Wenn etwa rohes Hühnerfleisch zum Beispiel mit Campylobacter-Bakterien kontaminiert ist und im Kühlschrank in einem Regal oberhalb eines Salats steht. Tropft das Fleisch auf den Salat, entsteht die Gefahr: Denn während das Huhn später gründlich gekocht wird – wodurch die Bakterien abgetötet werden – wird der verunreinigte Salat anschließend roh verzehrt.

Sie sollten dies nicht unterschätzen: Campylobacter-Bakterien machen 30 Prozent aller Lebensmittelvergiftungen aus. Symptome sind Bauchkrämpfe, Fieber und Durchfall. Campylobacter-Enteritis ist mit 60.000 - 70.000 übermittelten Fällen pro Jahr die häufigste bakterielle meldepflichtige Krankheit in Deutschland.

Die goldenen Regeln der Kühlschrankhygiene lauten deshalb:

  • Rohes Fleisch muss möglichst weit unten lagern.
  • Lebensmittel, die roh verzehrt werden, strikt von Fleisch trennen.

(cs) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Ein häufiger Fehler: Darum sollten Sie bestimmte Kräuter niemals kochen.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

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