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So geht‘s richtig

Fleisch auftauen: So geht es richtig und hygienisch

Fleisch kann man gut einfrieren und so länger haltbar machen. Doch beim Auftauen sollten Sie einige Tipps beachten, damit alles hygienisch bleibt.

Der Gefrierschrank ist schon eine praktische Erfindung. Brot, Suppenreste, Fertiggerichte: vieles lässt sich easy darin lagern. Auch Fleisch gehört zum Glück zu den Lebensmitteln, die man problemlos einfrieren* und so (zumindest für eine Weile) auf Vorrat halten kann.

So lange ist Fleisch eingefroren haltbar

Bei einer gleichbleibenden Temperatur von minus 18 Grad Celsius oder weniger ist Fleisch bis zu 10 Monate haltbar. Dabei unterscheiden sich die Fleischsorten jedoch enorm.

FleischsorteHaltbarkeit im Tiefkühlfach
Rind- und Kalbfleisch sowie Hähnchen8-10 Monate
Lammfleisch6-10 Monate
Putenfleischbis zu 7 Monate
Entenfleischbis zu 6 Monate
Mageres Schweinefleisch5-7 Monate
Fettes Schweinefleisch2-3 Monate

Auch Hackfleisch lässt sich prima einfrieren: mageres hält sich 2 bis 3 Monate, fettes Hackfleisch sollten Sie hingegen schon nach maximal 2 Wochen verwenden. Was sagen diese Angaben aus? Grundsätzlich wird das Fleisch im Tiefkühler natürlich nicht schlecht. Doch es verliert mit längerem Aufenthalt im Eis zunehmend an Aroma und Nährstoffen.

Spätestens entsprechend dieser Angaben sollte Fleisch also aufgetaut und verarbeitet werden. Wichtig dabei zu wissen: Keime, Bakterien und Schimmel können sich tiefgefroren zwar gar nicht bis kaum vermehren. Doch beim Auftauen werden die schädlichen Mikroorganismen wieder aktiv und können so das Fleisch verderben lassen. Daher sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

Auch interessant: So lange sind gekochte Lebensmittel im Kühlschrank und ungekühlt noch haltbar.

Gerade Geflügel hat ein hohes Salmonellenrisiko. Daher sollten Sie beim Einfrieren und Auftauen einiges beachten.

Fleisch auftauen: So geht‘s richtig

  • Tauen Sie Fleisch immer im Kühlschrank auf und nicht bei Zimmertemperatur.
  • Geben Sie das Fleisch zum Auftauen in ein Sieb, decken Sie es gut ab und stellen Sie einen Auffangbehälter, etwa einen tiefen Teller, darunter.
  • Die aufgefangene Flüssigkeit schütten Sie anschließend weg und tupfen das Fleisch gründlich ab.
  • Vakuumverpacktes und eingeschweißtes Fleisch können Sie auch in der Folie lassen, wenn Sie es so eingefroren hatten.
  • Vakuumverpacktes Fleisch lässt sich auch schneller in einer Schüssel mit kaltem Wasser auftauen.

Weiterlesen: Aus diesem Grund wird Hackfleisch grau – und so finden Sie heraus, ob es noch genießbar ist.

Keimgefahr: Das ist beim Umgang mit Fleisch zu beachten

Reinigen Sie alle Hilfsmittel, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, bei mindestens 60 Grad Celsius, also etwa Messer, Sieb, Schneidebretter usw. Vor allem bei Geflügel und Schweinefleisch besteht eine hohe Salmonellengefahr. Aufgetautes Fleisch sollten Sie außerdem schnell verarbeiten und nicht noch lange lagern. Bei Zimmertemperatur können sich Mikroorganismen schnell vermehren. Frieren Sie das Fleisch nach dem Auftauchen kein weiteres Mal ein. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © tycoon via www.imago-images.de