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Es spargelt wieder

Alles, was du jetzt über Spargel wissen musst und noch mehr

Spargel
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Durch die Vorfreude schmeckt das Edelgemüse gefühlt am Anfang der Spargelsaison am besten. Spargelbauer haben allerdings für die verschiedenen Abschnitte der Saison unterschiedliche Sorten.

Spargel - das Königsgemüse

Spargel ist eines der beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. Zurecht, denn die Saison ist kurz und will dementsprechend auch gut genutzt werden. Wann der erste Spargel gestochen wird, hängt stark von den Wetterbedingungen ab. Das Ende der Saison ist allerdings klar definiert: Am 24. Juni (Johannistag) ist Schicht im Schacht. Wieso? Ganz einfach: der erste Frost des Jahres ist dann noch mindestens 100 Tage entfernt. So hat die Spargelpflanze genug Zeit, um zu gedeihen und sich zu erholen. So steht auch dem Spargelgenuss im kommenden Jahr nichts im Wege.

Wir haben für dich wissenswerte und kuriose (Stichwort Spargel-Pipi) Fakten rund um das Stangengemüse und dessen Zubereitung zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen!

1. Farbenfrohes Gemüse

Weiß, Grün oder Violett – jede Spargel-Sorte schmeckt anders (Symbolbild).

Zur Spargelsaison gibt es den heimischen Spargel gleich in drei Farben: Weiß, Grün und Violett. Aber was ist nun der Unterschied? Eines bereits vorweg: sie stammen alle von ein und derselben Spargelpflanze. Die Farben ändern sich mit dem Sonnenlicht – Fotosynthese ist hier das Zauberwort. Folglich bleibt der weiße Spargel, der vollständig mit Erde bedeckt und ohne Sonnenlicht wächst, weiß. Wenn die Spargelspitzen langsam an die Oberfläche kommen, verfärbt die Sonne sie violett und später dann grün. Der weiße oder bleiche Spargel wird von den meisten Spargelfreunden bevorzugt.

Spargel wächst auf einem Feld.

2. Eine Geschmacksexplosion

Das Stangengemüse unterscheidet sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Geschmack. Grüner Spargel ist knackiger, bissfester und nussiger. Besonders zart und mild ist der weiße Spargel und der Violette liegt irgendwo dazwischen. Welche Variante man bevorzugt, ist jedem selbst überlassen und kommt natürlich auch auf die Zubereitung an. Als Faustregel gilt: Weißer Spargel eignet sich hervorragend für leichte Gerichte, Grünspargel für herzhafte.  Leckere Rezeptideen findest du weiter unten im Artikel.

3. Spargel ist eine leckere Heilpflanze

Spargel schmeckt nicht nur köstlich, sondern hat auch einige gesundheitsfördernde Wirkungen. Egal ob Diät, allgemeines Wohlbefinden oder bei Katerstimmung nach einer durchzechten Nacht - Spargel kann dabei helfen. Hier ein Überblick, was das Powergemüse alles kann:

  • Spargel entwässert und kann bei Blasenentzündungen helfen.
  • Spargel besteht zu 94 % aus Wasser und hat nur 18 Kcal pro 100 g – super zum Abnehmen.
  • Der hohe Kaliumgehalt hilft bei Entzündungen und Kopfschmerzen.
  • Spargel stärkt das Immunsystem durch den hohen Anteil an Vitaminen und Folsäuren.

Kein Wunder also, dass Spargel lange Zeit als Heilpflanze geschätzt wurde, bevor er in den Kochtöpfen landete. Wenn man die Spargelsorten direkt miteinander vergleicht, schneidet der grüne Spargel etwas besser ab, da er mehr Vitamin A und C sowie Folsäure enthält.

4. Spargel sollte möglichst frisch sein

Die aufwendige Ernte und die kurze Saison machen Spargel begehrenswert und entsprechend teuer. Daher stellt sich spätestens beim Kauf die Frage, ob der billigere Import-Spargel nicht ausreicht oder man sich doch den heimischen Spargel gönnen sollte. Egal für welchen Spargel du dich entscheidest, beim Einkauf solltest du auf folgende Dinge achten:

  • Geschlossene Spargelköpfe
  • Glänzende Spargelstangen
  • Keine trockenen, bräunlich oder hohle Spargelenden
  • Bei Druck quillt Saft aus der Schnittstelle
  • Frischer Spargel lässt sich nicht biegen

Hier noch ein Frischetest, der Spaß macht: Einfach zwei Spargelstangen aneinander reiben. Wenn diese quietschen, sind sie frisch.

5. Die richtige Lagerung für längere Haltbarkeit

Die Kolleg:innen von Buzzfeed haben ungewöhnliche Tipps, wie Spargel lange frisch bleibt, zusammengestellt.

6. Kochen mit Köpfchen - Tipps für die Zubereitung

Spargel zubereiten ist gar nicht schwer. Mit ein paar Tipps gelingt es kinderleicht. Wichtig zu wissen: grüner und weißer Spargel unterscheiden sich in der Zubereitung. Das fängt bereits beim Schälen an. Denn im Gegensatz zum weißen Spargel, der komplett geschält wird, muss beim Grünen – wenn überhaupt – nur das untere Drittel bearbeitet werden. Auch die Kochzeit variiert und diese genau anzugeben, ist nicht leicht. Sie hängt vor allem von der Dicke der Spargelstangen ab. Eine grobe Richtzeit ist:

Grüner Spargel: Ca. 8 Minuten
Weißem Spargel: Ca. 10-12 Minuten

Grüner Spargel muss nicht geschält werden, bevor er gekocht wird. (Symbolbild)

Wichtig dabei: Das Spargelwasser sollte nicht kochen. Denn das birgt die Gefahr, dass Spargel schnell matschig wird, der feine Geschmack verkocht und alle Vitamine herausgeschwemmt werden. Spargel sollte lieber bei leichter Hitze gar ziehen.

Entscheidend für den Spargelgenuss am Ende ist auch das richtige Kochwasser. Ja richtig gelesen, denn Wasser ist eben nicht gleich Wasser. Vor allem bei der Zubereitung von weißem Spargel gibt es einige Tipps, die sich lohnen:

  • Wasser: weniger ist mehr! Zu viel Kochwasser entzieht dem Gemüse seine wertvollen Vitamine.
  • Salz: als Faustregel gilt 0,5 Teelöffel Salz auf 1 Liter Kochwasser.
  • Zitrone: Ein paar Spritzer Zitronensaft oder eine Scheibe Zitrone im Kochwasser „bleichen“ den Spargel und hellen ihn auf. Aber Achtung: nicht bei grünem Spargel.
  • Zucker: mindert den bitteren Geschmack von Spargel.
  • Butter: weil mit Butter einfach alles besser schmeckt und das Fett dem Spargel hilft, sein Aroma optimal zu entfalten.

Übrigens, grüner Spargel bleibt grün, wenn er nach dem Kochen mit Eiswasser abgeschreckt wird.

6. Leckere Rezeptideen mit Spargel

Spargelrezepte sind mindestens so vielfältig, wie die Farben des leckeren Gemüses. Allein die Garmethoden sind nahezu unbegrenzt. Spargel kann nicht nur gekocht, sondern auch gebraten, gedämpft, gebacken oder roh gegessen werden. Typische Rezepte, die man zur Spargelsaison auf nahezu jeder Menükarte eines Restaurants findet, sind Klassiker wie Spargelcremesuppe oder weißer Spargel mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Wahlweise meist noch mit Schinken oder Schnitzel – ein Genuss! Auf dem Grill oder auch gebraten in der Pfanne macht vor allem der grüne Spargel eine gute Figur als Beilage zu einem rosa gebratenen Steak oder leckerem Fisch. Aber auch als Duo können weißer und grüner Spargel in vielen Rezepten glänzen. Egal ob als herzhafte Quiche, Muffins, Risotto oder auch Salat schmecken die Stangen nicht nur hervorragend, sondern sehen auch noch super aus. Teste doch mal unser Rezept für Gnocchi in Spargel-Rahmsauce und überzeuge dich selbst.

Egal für welches Gericht du dich entscheidest, ein gutes Glas Weißwein zum Spargel rundet das Essen ab. Typische Weine zum weißen Spargel sind meistens weiß und trocken. Mit Silvaner, Weißburgunder, Grauburgunder oder Müller-Thurgau liegt man in der Regel richtig.

7. Und was hat es jetzt mit dem „Spargel - Pipi“ auf sich?

Was Spargelfans gerne in Kauf nehmen: Bereits kurz nach dem Spargelgenuss drückt auch schon die Blasen, denn Spargel ist harntreibend. Aber warum riecht unser Urin nach dem Spargelessen so unangenehm? Für den Gestank von „Spargel-Urin“ ist ein bestimmtes Enzym verantwortlich, die die im Spargel enthaltene Asparagusinsäure in geruchsintensive, schwefelhaltige Abbauprodukte umwandelt. Schwefel riecht einfach nicht gut und genau dieser intensive Geruch wird als „Spargel-Pipi“ wahrgenommen. Fun Fact: nur etwa jeder Zweite trägt das Enzym überhaupt in sich. Es ist also erblich bedingt, ob der Urin nach dem Spargelessen seltsam riecht oder nicht.

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