Diakon Peter Walter: Adventskranz als Geschenk des Glaubens 

Viele Besucher und familiäre Stimmung beim Surheimer Adventsmarkt

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Surheim - Klein, fein, überschaubar, familiär, so kann man den Surheimer Adventsmarkt umschreiben, der am Freitag seine 9. Auflage erlebte.

Hier trifft sich das Dorf und man hat den Eindruck, dass die Besucher von Jahr zu Jahr mehr werden. Es hat sich halt herumgesprochen, dass es im heimeligen Rund um den Musikpavillon recht gemütlich zugeht. Ein angenehmer Kontrast zur vorweihnachtlichen Geschäftigkeit der großen Märkte, verkaufsoffenen Sonntage, Perchten-„Events“ und dergleichen. Hier werden die Besucher noch nicht mit dem Bus angekarrt, die meisten kommen zu Fuß. Ist ja auch besser so, schmecken doch Glühwein und diverse hochprozentige Geister ausgezeichnet. 

Für Hunger und Durst ist bestens gesorgt

Und, logisch, so ein Punsch oder Glühmost wärmt ja auch Körper und Seele. An diesem frostigen ersten Dezembertag ein gutes Argument, sich noch ein Heißgetränk aus einem der vielen Angebote zu genehmigen. Ob Kuchen und Auszogne, ob Gulaschsuppe, Ofenkartoffeln, Fischburger oder Flammkuchen, auf ihre Kosten kommen selbstverständlich auch die Hungrigen und G‘lustigen. Der Duft von frisch gebrannten Mandeln liegt vor allem Kindern in der Nase. Die jungen Besucher können zudem ihrer Kreativität mit Hammer, Nägeln und hergerichteten Astscheiben freien Lauf lassen und phantasievolle Skulpture n basteln.

Schon vorher gewerkelt haben viele Marktstandler, die liebevoll und phantasiereichen Adventskränze, Gestecke, weihnachtlichen Baumschmuck, Kerzen, Holzarbeiten und vieles mehr feilbieten. Im Angebot fehlen dürfen natürlich auch nicht köstliche Marmeladen aus hauseigener Zubereitung, Honig und Honigprodukte, Gewürzmischungen oder edle Liköre und Schnäpse. Es gehört zu diesem Markt und passt dazu, dass am Beginn eine kleine Andacht steht. Diakon Peter Walter erinnert daran, dass der Adventskranz mit seinem wachsenden Licht für das Geschenk des Glaubens steht.

Adventskränze als äußeres Zeichen der Vorbereitung

„Wir wollen Gottes Segen auf diese Adventskränze herabrufen, damit sie uns als äußeres Zeichen der Vorbereitung dienen können. Möge es uns gelingen, dass wir in diesen Wochen weit und offen werden, empfänglich für das Licht Jesu Christi.“ Bürgermeister Bernhard Kern begrüßt die Besucher und bedankt sich bei allen, die zum Gelingen des Marktes beigetragen haben, ganz besonders bei den Organisatoren Resi Heinz und Albert Gaugler. Mit Wünschen für einen guten Verlauf erklärt er den 9. Surheimer Adventsmarkt für eröffnet.

Surheimer Jugendkapelle, Jugendchor und adventliches Singspiel

Musikalisch eingestimmt werden die Besucher durch die Jungmusikanten der Surheimer Kapelle, die in unterschiedlichen Besetzungen auch den Nachmittag und Abend begleiten. Auf der Pavillonbühne entsteht bald ein dichtes Gewusel, haben doch die Kleinen vom Kindergarten St. Stephan ihren großen Auftritt mit einem adventlichen Singspiel. Nicht minder ist das Gedränge vor der Bühne, wo Eltern und Angehörige begeistert den Auftritt ihrer Sprösslinge verfolgen. Entzückend anzusehen und anzuhören auch die Waldmaus-Kinder in ihren originellen Kostümen beim Schneeflöckchen-Tanz.

Viel Beifall gibt es für den Jugendchor, der es unter Leitung von Anna Hagenauer schon zu beachtlichem Können gebracht hat. An den Markständen herrscht derweil emsige Geschäftigkeit. Es ist jetzt die Zeit, das eine oder anderekleine Geschenk zu erwerben. Nicht einfach bezahlen und mitnehmen, nein, da bleibt auch Zeit für ein Gespräch mit den Marktleuten. Bei Einbruch der Dämmerung ein gewisser Schichtwechsel: Die Einkäufe sind erledigt, die Kinder müssen langsam ins Bett. Jetzt treffen sich die Übriggebliebenen und die neu Hinzukommenden zum gemütlichen Ratsch beim Glühwein-Dämmerschoppen.

"Heuer ist um 24 Uhr Feierabend!"

Verstärkt wird die beschauliche Stimmung durch die schönen Waisen der Jagdhornbläser. Wenn es selbst die wärmenden Getränke nicht mehr schaffen, die Kälte aus den klammen Füßen zu vertreiben, dann zieht es die Älteren nach Hause in die die warme Stube. Dafür, und auch das ist schon gute Tradition, übernehmen jetzt die Jüngeren die Vorherrschaft an den Adventsbuden. Doch wie hat Resi Heinz, geprägt von den Erfahrungen der vergangenen Märkte angekündigt: „Heuer ist um 24 Uhr Feierabend!“ Ob dies wohl alle beherzigt haben?

Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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