Heimelige Stimmung beim Surheimer Adventsmarkt

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Surheim - Bummeln und schlemmen für einen guten Zweck: Auch in diesem Jahr fand wieder der gemeinnützige Adventmarkt auf der Dorfwiese statt.

Seit fünf Jahren gibt es ihn erst, den Surheimer Adventsmarkt und trotz seiner Jugend strahlt er eine Vertrautheit aus, als ob er schon immer da gewesen wäre. Man trifft sich, man kennt sich, man kommt bei einer Tasse Glühwein schnell ins Ratschen. Eingerahmt von kleinen Markthütten, Verkaufsständen und dem Musikpavillon erlebt man auf der Dorfwiese rund um den großen Christbaum eine heimelige und fast familiäre Atmosphäre. Und trotz der vielen Besucher genießt man die wohltuende Ruhe. Es entsteht eine Ahnung davon, was mit dem neudeutschen Wort „Entschleunigung“ gemeint sein könnte. Kein Wunder, dass man auch Besucher aus den Nachbarorten trifft, die sich ein Kontrastprogramm zur perchtenlärmgeschwängerten Stadtluft gönnen.

Beste Produkte "Made in Surheim"

Pünktlich um 15 Uhr stimmt ein Bläserquintett der Surheimer Musikapelle Surheim weihnachtliche Weisen an. Bürgermeister Bernhard Kern eröffnet den Markt und bedankt sich bei den Organisatoren und bei den Dorfvereinen für die Arbeit und fürs Mittun. „Viel zu viel künstliches Licht blendet uns in dieser Vorweihnachtszeit und verstellt uns oft den Blick auf das wahre Licht, auf das Herannahen von Christi Geburt“, erinnert Diakon Peter Walter, ehe er die Adventskränze segnet. Beim Rundgang entdeckt man viele liebevoll angefertigte Bastel-, Strick- oder Wachsarbeiten. Nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein Augengenuss die bunte Vielfalt an Marmeladen, Likören und anderen Köstlichkeiten „Made in Surheim“. Großer Andrang herrscht am Nachmittag bei der Frauengemeinschaft, gibt es doch dort nicht nur Adventskränze und Gestecke in vielen Formen und Farben, sondern im Zelt auch Kaffee und Kuchen, aus eigener Produktion versteht sich. Klar, dass man auch an den anderen Ständen bestens vorgesorgt ist, damit hier keiner verhungern oder gar verdursten muss. Gute Idee: Kinder nageln sich aus vorbereiteten Astabschnitten, Holzscheiben und Rinden ihr eigenes Auto oder eine Lokomotive zusammen.

Die "Waldmäuse" brachten ihre Eltern zum staunen

Auf der Bühne tummeln sich derweil die Zwergerl von der Kinderkrippe „Waldmaus“, und später die großen „Waldmäuse“, um ihren stolzen Eltern und vielen anderen Zuschauern die eingeübten Lieder und Singspiele vorzuführen. Die „Kollegen“ von St. Stephan erfreuen später ihr Publikum mit einem Kasperltheater. Für den dezentenmusikalischen Rahmen sorgt bis spät in den Abend hinein die Surheimer Musikkapelle in verschiedenen Formationen. Höhepunkt dazwischen der Auftritt der Jagdhornbläser, die mit ihren Weisen einen schön anzuhörenden Klangteppich über den Dorfplatz legen. In der Dunkelheit, die sich allmählich über den Marktplatz gebreitet hat, strahlen die hell erleuchteten Hütten. Kalt ist es auch geworden. Grund genug, noch enger zusammenzurücken und - „einer geht noch“ - eine Runde Glühwein oder Punsch auszugeben. Als der Abend dann doch irgendwann ausklingt, geht man mit dem guten Gefühl nach Hause, heute ein bisserl Advent erlebt zu haben. Denn im Grunde hat man ja auch jemanden beschenkt, kommt doch die Hälfte der Einnahmen auch diesmal bedürftigen Menschen in der Gemeinde zugute.

Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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