"Kulturgau"-Veranstaltungstipps

Wird das Rock Im Park-Festival stattfinden?

Viele Veranstaltungen werden derzeit aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt. Dies betrifft ganz erheblich auch die Musikbranche. Die anstehenden Tourneen von u. a. Machine Head, Chelsea Wolfe und Torres fallen aus. Wie steht es in dieser Situation um das beliebte Rock Im Park- Festival?

Die Konzert- und Veranstaltungwirtschaft macht einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro jährlich. Der Aktienkurs des Großveranstalters Eventim CTS ist aber zuletzt deutlich ins Minus gegangen. Ökonomisch wird dieses Jahr schwierig werden für Veranstalter wie Künstler. Was bedeutet die aktuelle Situation für das Rock Im Park-Festival in Nürnberg und seinen Zwilling Rock Am Ring, die von Eventim vermarktet werden? Rock Im Park feiert dieses Jahr sein 25-jähriges und Rock Am Ring bereits sein 35-jähriges Bestehen. Bis zu 70000 Fans kommen allein nach Nürnberg und campen und feiern auf engstem Raum. Die Wochenendtickets sind nahezu ausverkauft. Kein Wunder bei dem international hochkarätig besetztem Line-Up mit Acts wie System Of A Down, Green Day, Volbeat, Korn, Deftones und vielen anderen. 


Nach Artikeln der Süddeutschen Zeitung und dem Handelsblatt halten die Veranstalter derzeit an dem Festival-Termin Anfang Juni fest. Die Veranstaltung ist nicht abgesagt. „Wir beobachten die Situation aber natürlich aufmerksam und folgen den Anweisungen der Gesundheitsbehörden“, so eine Sprecherin der Veranstalter. Die Gesundheit der Künstler, Fans und Mitarbeiter hat aber natürlich oberste Priorität und steht dabei an erster Stelle. Je nach Entwicklung der Situation entscheiden die Gesundheitsbehörden vor Ort über eine mögliche Absage. Auf eventim.de oder rock-im-park.de bzw. rock-am-ring.com kann man sich jederzeit über die aktuelle Situation informieren. 

Angesichts der Absage von Kulturveranstaltungen wegen des Coronavirus hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich in einer aktuellen Pressemitteilung hinter die Kultureinrichtungen und Künstler gestellt: „Mir ist bewusst, dass diese Situation eine große Belastung für die Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet und insbesondere kleinere Einrichtungen und freie Künstlerinnen und Künstler in erhebliche Bedrängnis bringen kann“, sagte Grütters. Sie möchte sich „dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht.“ Konkrete Hilfen oder Maßnahmen benennt sie dabei allerdings nicht.

Christian Eder

Quelle: rosenheim24.de

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