Sensationeller Sieg gegen den Tabellenzweiten

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Mühldorf - Einen sensationellen Sieg landeten die Regionalliga-Volleyballer des TSV Mühldorf am zehnten Spieltag der Regionalliga Südost gegen den TabellenzweitenVSG Coburg/Grub.

Vor heimischem Publikum bescherte die Mühldorfer Truppe um Trainer Günther Thomae den Gästen aus Franken eine herbe 1:3-Niederlage. Nicht zuletzt, weil jeder einzelne Spieler der Mühldorfer Mannschaft seine jeweils beste Saisonleistung abgerufen hatte, stand am Ende die erst dritte Niederlage der Saison für die Coburger fest.

Hoch konzentriert hatten die Mühldorfer begonnen und lange den ersten Satz ausgeglichen gestaltet. Eine konzentrierte Annahme, ein sehr genaues Zuspiel von Fabian Wagner, dessen Aufschläge wieder granatenmäßig einschlugen, und nicht zuletzt ein hervorragender Angriff stellten die Weichen für den verdienten 25:21-Erfolg.

Gleich zu Beginn des zweiten Satzes dann erste Fehler bei den Mühldorfern. Von vier Aufschlägen landeten drei im Netz oder im Aus. Nicht zuletzt aufgrund des Unvermögens der Gegner aus Franken, daraus Kapital zu schlagen, blieb der Satz dennoch ausgeglichen bis zum 17:17. Annahmeschwächen, kein Konzept in den Angriffen und ein nun sehr starker Block der Gegner mit einem überragend gut angreifenden Marko Henke über Diagonal oder aus dem Hinterfeld brachten nun die Franken immer besser ins Spiel, die den Satz schließlich mit 25:20 für sich entschieden.

Inspiriert von der Showtanzgruppe "Fire Girls" aus Poling in der Spielpause nach Satz zwei gingen die Mühldorfer nun aber im dritten Abschnitt wieder hochkonzentriert zu Werke. Alexander Lechner war im Angriff nun federführend auf Seiten der Mühldorfer. Beinahe ohne Makel der von Spieltag zu Spieltag stärker werdende Diagonalspieler Severin Bienek, der auch aus dem Hinterfeld punktete. Mal führte Mühldorf, mal Coburg in diesem Durchgang, in dem Leo Angerer nach seiner Einwechslung für Stefan Schmied zunächst noch Probleme hatte ins Spiel zu kommen, dann aber seine Stärken in Block, Angriff und vor allem in der Annahme und in der Abwehr ausspielte. Wiederum war es, wie schon im Satz vorher, Leo Tille, der, für Severin Bienek zum Aufschlag eingewechselt, nicht nur mit klugen Aufschlägen die nötigen Punkte für Mühldorfs Führung markierte, sondern auch der Abwehr und der Annahme zusätzliche Stabilität verlieh, so dass Mühldorf schließlich mit 25:18 dominierte.

TSV Mühldorf gegen VSG Coburg/Grub

Den Coburger schien der Zahn bereits gezogen, als die furios aufspielenden Mühldorfer in Durchgang vier plötzlich gegen die erfolgsverwöhnten Coburger (bislang nur zwei Niederlagen in neun Spielen) mit 18:9 (!) bereits in Front lagen, nachdem immer wieder der Block mit Simon Weichselgartner, Severin Bienek, Patrick Müller und Fabian Wagner zum Tragen gekommen war und Libero Tobias Laszlo-Lehni mit überragenden Rettungsaktionen ebenfalls seinen Teil zur Dominanz der Mühldorfer beigetragen hatte. Dann aber schlich sich eine gewisse Lethargie ein. Coburg holte bis zum 17:20 auf, weil sich nun auch deren effektivster Angreifer Marko Henke immer besser in Szene setzte. Letztlich blieben die Mühldorfer aber Sieger mit 25:20 vor einem frenetisch anfeuerndem Publikum.

Coburgs Milan Maric war die Enttäuschung sichtlich anzumerken nach dieser herben Niederlage: "Die Spieler waren heute psychisch nicht in der Lage daegegen zu halten. Wir wussten schon aus dem Hinspiel, dass Mühldorf eine gute, junge Mannschaft. Ihre Stärke hat sie heute unter Beweis gestellt", erkannte er die Leistung des Teams um Günther Thomae an. Zu tief habe wohl noch der Stachel der Niederlage der aufstiegsambitionierten Coburger in der Vorwoche gegen den Tabellenführer aus Marktredwitz gesessen.

Freude pur herrschte hingegen bei Mühldorfs Trainer Günther Thomae: "Ich habe immer gesagt: Um die Klasse zu halten, müssen wir nicht nur die Teams hinter uns bewzingen, sondern auch eine Mannschaft der oberen Tabellenhälfte schlagen. Dass dies ausgerechnet gegen Coburg der Fall sein wird, hätte ich vorher nicht gedacht." Freilich aber wisse er über die Stärke seiner Mannschaft, die am Samstag eine tolle mannschaftliche Geschlossenheit bewiesen habe, jeder einzelne Spieler sei über sich hinausgewachsen. Das schaffe Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.

Josef Enzinger

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