Ein Reisebericht über die Fahrt der Leonberger und Reischacher Trachtler zur Grünen Woche nach Berlin

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Auf der Grünen Woche in der Bayern Halle

Marktl - Bereits zu früher Stunde brachen Trachtler und Musiker aus Leonberg mit einer kleinen Abordnung Pleiskirchner am Samstag Richtung Berlin auf.

Zuerst ging es noch nach Reischach, wo ebenfalls eine große Anzahl Teilnehmer zustieg. Schließlich war der Bus bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach Brotzeit- und Kaffeepausen, in den wir ganz hervorragend von einigen Damen verköstigt wurden, erreichten wir nachmittags Lichterfelde. Hier stieg unser Reiseführer zu, der uns auf der Fahrt bis zum Hotel schon einiges von Berlin zeigen und berichten konnte. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, machten sich etliche noch zum KaDeWe und Richtung Ku´Damm auf. Abends fanden sich alle wieder bei einem Italiener ein, wo wir gemeinsam speisten und die Musiker spielten auch hier zünftig auf. Der Sonntag war jedem zur eigenen Verfügung freigestellt, einige besuchten bereits die Grüne Woche und genossen bayerisches Bier im Biergarten unter der weiß-blauen Hallendecke. Die Meisten aus der Reisegruppe schlossen sich nach dem Frühstück nochmals unserem Fremdenführer an. Am Schloss Charlottenburg konnten wir nun bei winterlichem Wetter fotografieren und viel Erstaunliches über die Stadt und ihre Leute erfahren. Mancher Reisende konnte dort mit seinem geschichtlichen Hintergrundwissen punkten. Zurück im Bus, ging die Rundfahrt durch Berlin und seine Bezirke weiter. Vorbei am Tempelhofer Feld, East Side Gallery, beeindruckenden Botschaften der ganzen Welt ließen wir letztendlich noch die Impressionen der Gedenkstätte der Berliner Mauer auf uns wirken. Nach der Rundfahrt ließ uns der Busfahrer im Nikolaiviertel aussteigen und jeder konnte auf eigene Faust Berliner Dom, Museumsinsel, Rotes Rathaus, Nikolaikirche und Alexanderplatz erkunden. Nachmittags trafen wir uns alle wieder am Fuße des Fernsehturmes ein und fuhren im Aufzug das 368 m hohe Bauwerk hoch. Dort oben lag uns schließlich ganz Berlin zu Füßen und wir konnten die schöne Aussicht genießen. Anschließend konnte jeder noch nach Belieben die Stadt entdecken: Brandenburger Tor, Checkpoint Charly und Hard Rock Cafe standen hier beispielsweise noch auf dem Plan.

Am Montagmorgen machten sich alle früh zurecht: Gretl aufgesteckt, Tracht und Mieder geschnürt. Schließlich wollen wir uns auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau von unserer besten Seite zeigen. Auf dem Messegeände angekommen, erkundeten alle sogleich die Bayernhalle und machten sich bereits ein Bild von unserer Auftrittsfläche und der Umgebung. Bis zu unserem Auftritt konnten wir noch durch die Hallen der Internationalen Grünen Woche flanieren und genossen das teils international geprägte Flair. Durchprobieren war angesagt an den vielen Ständen, von italienischer Salami über österreichischem Wein, marokkanischem Olivenöl, niederländischem Gemüse. Den Köstlichkeiten war schier keine Grenzen zu setzen. Schließlich war es an der Zeit den vielen Besuchern zu zeigen, warum wir hier in Tracht unterwegs sind und was wir können. In der Bayernhalle konnten wir bei unserm Auftritt wirklich überzeugen und sehr viele Leute verfolgten interessiert und begeistert die Darbietungen. Die Leonberger und Reischacher Trachtler zeigten gemeinsam einige Tänze. Unter anderem haben wir für den Zwoasteyrer, Plattlerpotpourrie, Olympiapolka, Mühlradl fleißig geprobt. Die Musiker haben die ganze Sache musikalisch umrahmt und zwischen den Tänzen eifrig gespielt. Auch die Reischacher Schnalzer waren mit dabei und die Aufmerksamkeit der ganzen Bayernhalle war Ihnen dabei sicher. Man kann und darf sicher behaupten, dass es ein rundum gelungener Auftritt war, den wir alle gerne noch anschließend im Biergarten ausklingen ließen. Nach einem aufregenden Tag auf der größten und wichtigsten Messe von Berlin, fanden wir uns zum Abendessen noch im bayrischen Restaurant Maximilians ein. Mit weiteren Trachtlern kam man noch zum gemütlichen Tanzen zusammen. Unsere Musiker spielten schneidig auf und so schwangen wir bis spät in die Nacht das Tanzbein, bevor es mit der U-Bahn wieder ins Hotel zurück ging.

Am Dienstagmorgen brachen wir bereits früh auf. Das ganze Reisegepäck musste schließlich wieder geordnet im Bus verstaut werden. Und auch unser Reiseführer erwartete uns nochmals mit den letzten Informationen zur Hauptstadt. Bevor wir uns ins Regierungsviertel aufmachten, zeigte er uns noch einige Sehenswürdigkeiten und geschichtliche Abrisse von Berliner Bauten und Persönlichkeiten. Pünktlich kamen wir am Bundestag an. Nach der Sicherheitskontrolle wurden wir in das imposante Gebäude geführt. Nachdem alle Jacken, Taschen und teils auch Trachtlerhüte an der Garderobe abgegeben wurden, durften wir die Besuchertribüne des Bundestages betreten. Hier erfuhren wir einiges über den Ablauf und die Gegebenheiten im Gebäude, z.B. dass die Hüte aufbehalten werden dürfen, wenn sie Teil einer Tracht oder religiösen Ausdrucks sind. Nach dem Vortrag hatten wir noch Zeit für eine Diskussion mit einem Mitarbeiter von MdB Tobias Zech, da dieser sich aufgrund eines Auslandsaufenthaltes entschuldigt hatte. Einige Anliegen der Mitreisenden konnte er mitnehmen, natürlich auch bezogen auf das brandaktuelle Thema Flüchtlinge. Anschließend machten wir uns zur Kuppel auf. Mit Audio-Guides und ausgestellten Fotos gab es viele interessante Informationen rund um die Reichstagskuppel. und deren außergewöhnliche Architektur. Bevor wir uns auf die Heimreise machten, wurden wir noch zum Mittagessen ins Paul-Löbe-Haus eingeladen.

Presse Mitteilung GTEV "Grenzlandler Leonberg" E.V.

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