Der Brauchtumsverein Erharting informiert

Erhartinger Wallfahrten zum Pestpatron St. Sebastian nach Ebersberg

Der rechte Seitenaltar in der Erhartinger Pfarrkirche wurde zum Sebastianialtar umgestaltet
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Der rechte Seitenaltar in der Erhartinger Pfarrkirche wurde zum Sebastianialtar umgestaltet

Erharting - Warum nahmen die Pilger den beschwerlichen Fußmarsch über drei Tage hinweg nach Ebersberg in Kauf?

Auf Grund mehrerer Pestepidemien im 17. Jahrhundert in unserer Region gingen die geplagten und verzweifelten Menschen in großen Pilgerscharen nach Ebersberg, um Hilfe in ihren Nöten beim Heiligen Sebastian zu finden. Das 1610 gegründete Kollegiatstift Mühldorf, zu dem auch die Pfarrei Erharting gehörte, begab sich ab 1611 alle drei Jahre in einem großen Wallfahrerzug zum Pestheiligtum nach Ebersberg. Ab dem Jahr 1677 bildeten die Erhartinger einen eigenen Kreuzgang dorthin. Bei den Gläubigen erfreute sich dieser Bittgang großer Beliebtheit, während die zuständigen Priester oft nur auf mehrfaches Bitten und Betteln der Pfarrangehörigen die beschwerliche Gnadentour begleiten wollten. Als Alternative wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in der Erhartinger Kirche ein Sebastianialtar geschaffen um die Pilger von dem dreitägigen Kreuzgang abzuhalten. Aber hier hatte der Pfarrer die Rechnung ohne seine Pfarrkinder gemacht. Warum dies so war erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.verein-fuer-brauchtumspflege-erharting.de



Leonhard Biermaier, Mühldorf

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