Schüler gestalten gemeinsam mit Treffpunkt Wildland ein Wildbienenhaus

Die Zweit- und Drittklässler der Grundschule Obertaufkirchen befüllten und gestalteten ein Wildbienenhaus auf ihrem Schulgelände und setzten sich ...

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Das Wildbienenhaus an der Grundschule Obertaufkirchen wurde von den Zweit- und Drittklässlern bestückt.

Obertaufkirchen - An diesem sonnigen Vormittag hatten die insgesamt 39 Grundschüler ein straffes Programm. Zunächst gab es eine kurze Einführung zum Thema Wildbienen und es wurde auf die Notwendigkeit ihres Schutzes eingegangen. Dann ging es auch schon mit großem Eifer los: es wurde gesägt, gebohrt, zugeschnitten und mit Lehm geformt: alles für den guten Zweck. Für die "wilden Schwestern" der Honigbiene wurde ein neues Zuhause geschaffen!

Die Schülerinnen und Schüler bestückten gebrannte Ziegel mit Bambusabschnitten, schnitten Schilfrohrmatten zurecht und rollten diese zusammen. Es wurden aber auch Löcher in noch feuchte Lehmziegel gebohrt sowie unterschiedlich lange und dicke Löcher in Totholzäste. Alles, was sich Wildbienen für ihr Lininenest also wünschen. Zusätzlich durften die Schüler auch kleine Insektenhotels bemalen und mit Schilfstängeln bestücken. Diese dürfen sie zu Hause aufhängen, um auch dort weitere Nisthilfen für Wildbienen anzubieten. Wildbienen, die zur Bestäubung unserer Nutzpflanzen beitragen, benötigen dringend unsere Unterstützung. Nicht nur Nisthilfen sind gefragt, sondern auch Nahrungsquellen, die Nektar und Pollen liefern, wie spezielle Blühmischungen!

Darauf ist bei einem Wildbienenhaus unbedingt zu achten: Als Füllmaterial sollten entweder Hartholz, hier wird in die Längsseite des Holzes gebohrt, oder Schilfstängel sowie Bambusstecken verwendet werden. Die Bohrlöcher im Hartholz sollten zwischen 3-8 mm im Durchmesser betragen und bis zu 10 cm tief sein. Die Nisteingänge müssen unbedingt faserfrei und glatt sein, damit sich die Insekten nicht daran verletzen. Schilfstängel oder Bambusstecken sollten hinter den Knoten abgschnitten werden, so dass die Knoten das natürliche Ende der Nisthilfe darstellen. Außerdem sollte das Wildbienenhaus an einem sonnigen Standort in Richtung Südost bis Südwest aufgestellt werden und nicht direkt auf dem feuchten Boden stehen. Zusätzlich muss es fest montiert werden, denn Wildbienen schaukeln nicht gerne im Wind! Wir bedanken uns recht herzlich bei der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen für die finanzielle Unterstützung unseres Umweltbildungs-Projektes.

Wildland-Stiftung Bayern, Johanna Vilsmeier

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