ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei): "Spatenstiche" zum Wahlkampfauftakt

Bundestagskandidatin Lisa Sieber fordert MdB Stephan Mayer auf: "Waffenexporte stoppen statt über Obergrenzen diskutieren!"

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v.l.n.r: Hubert Rosskothen, Reinhard Retzer (ÖDP-Kreisräte in Mühldorf), Bundestagsdirektkandidatin Lisa Sieber, Hans Huber u. Martin Anwtwerpen (ÖDP-Kreisräte in Altötting)

Niedertaufkirchen - „Die Wahlen werfen ihre Spaten voraus“, gemäß diesem Motto packte ÖDP-Bundestagskandidatin Elisabeth Sieber den Spaten aus. Sie spielte damit auf die Zahl der Spatenstiche und Förderbescheide an, die traditionell vor Wahlen die Zeitungen füllen. Im Gasthaus Roßkothen in Stetten startete die ÖDP (Ökologisch-Demokratische-Partei) die heiße Phase für die Bundestagswahl im September.

Bewusst vermied die Direktkandidatin im Wahlkreis Altötting den Begriff Wahlkampf: „Wir wollen die Bürger nicht durch Kampf, sondern durch Überzeugungsarbeit für unsere Ziele gewinnen.“

Hart ging sie mit Stephan Mayer von der CSU ins Gericht. „Ständig sprechen er und seine CSU von Flüchtlingskrise und Obergrenzen, doch bisher hat er sich nicht gegen Waffenexporte gewandt.“ Wer Waffen exportiere müsse sich nicht wundern, wenn damit Hass und Krieg in der Welt gesät werde. Dadurch würden immer mehr Menschen in die Flucht getrieben.

Auch die ungerechten und einseitig an den Interessen der Industriestaaten ausgerichteten Freihandelsabkommen kritisierte sie vehement. „Wir brauchen „Fairhandelsabkommen“, die auch die Interessen der Handelspartner in den Blick nehmen. „Was brauchst du, Bruder, um leben zu können?“, muss die Maßgabe sein. Die Menschen in den armen Regionen der Welt brauchen eine Perspektive.

Klimaschutz werde ebenfalls nicht ernsthaft betrieben. Der Straßenbau werde einseitig gefördert, während Bahn und ÖPNV in Deutschland ein Nischendasein fristen. „Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, der erzeugt Klimaflüchtlinge.“ Sie sprach sich für ein ökologisch und soziales Steuersystem aus: Rohstoff- und Energieverbrauch muss besteuert werden, um Geringverdiener von Sozialabgaben zu entlasten. „Die Schere von Arm und Reich geht immer weiter auseinander.“ 19 Millionen € Jahresgage für einen Vorstandsjob beim Springer-Konzern bezeichnen sogar Wirtschaftsethiker als bedenklich, die ÖDP-Kandidatin findet solche Gagen für eine Person „traurig und beschämend“.

In Ihrer Vorstellung bedankte sie sich zuerst für die große Unterstützung der ÖDP und ihrer Anhänger. „Wir haben die 200 erforderlichen Unterstützungsunterschriften zusammen! Der Wahltag kann kommen.“ Für den 11. August lud sie ins Altöttinger Gasthaus Plankl ein. Bundesvorsitzende Gabriele Schimmer-Görez hat ihr Kommen zugesagt.

Pressemitteilung des ÖDP-Kreisverbandes Mühldorf

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