Bürgermeisterin verzichtet auf ihr Gehalt

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Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel und Lebensgefährte Hendrik teNeues bei der Wohltätigkeitsveranstaltung "SOS-Kunststück".
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Tüßling - Die Gräfin Bruges von Pfuel (CSU) ist die neue Bürgermeisterin der Gemeinde. Damit ist sie nicht nur die erste Frau in diesem Amt, sie hat auch interessante Ansichten zu ihrem Verdienst:

Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel ist Ehrenbotschafterin der SOS-Kinderdörfer, Buchautorin und seit den Wahlen am Sonntag auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Tüßling. Kurz nach dem offiziellen Ergebnis der Auszählungen wurde bekannt, dass die Gräfin jedoch auf ihren Verdienst für dieses Amt verzichten wird.

"Das Amt des Bürgermeisters ist ein Ehrenamt und genauso sehe ich es mit meinem Gehalt, auch wenn ich selbst finanziell nicht komplett unabhängig bin," sagte die Gräfin auf Anfrage von InnSalzach24.de. Mit dieser Entscheidung wird sie der Gemeinde Tüßling viel Geld sparen, wie viel ist bis jetzt noch unklar. "Ich schätze, dass es sich um einen Betrag von circa 3.500 Euro im Monat handeln wird, aber sicher bin ich mir dabei auch nicht," fügt die 52-Jährige an, die seit ihren Kindheitstagen im Renaissance-Schloss Tüßling zuhause ist.

Bereits in ihrem Amt als Zweite Bürgermeisterin Tüßlings, dass sie seit 2011 inne hatte, verzichtete die Adelige auf ihre "Aufwandsentschädigung", bekam damals nur 50 Euro im Monat. Das war insofern wichtig, da von Pfuel einen gewissen Betrag ausgezahlt bekommen muss, um krankenversichert zu sein. Auch als Erste Bürgermeisterin (sie wurde mit 81,9 Prozent der Stimmen gewählt) wird sie eine gewisse Summe aus versicherungstechnischen Gründen erhalten: "Wenn mir auf einer Dienstreise oder im Rathaus ein Unfall passieren sollte, muss ich versichert sein, deswegen geht es nicht vollkommen unentgeltlich," erklärt die Gräfin.

Einen insgesamt fünfstelligen Betrag wird die neue Bürgermeisterin ihrer Marktgemeinde damit ersparen. Die CSU-lerin selbst ist von dem Wirbel um ihre Person und die von ihr selbst auferlegten Sparmaßnahmen peinlich berührt und sagt, dass es ihr "lieber wäre, dass davon keiner Wind gekriegt hätte".

Von Pfuel ist eine vielbeschäftigte Frau, man könnte meinen, dass sie ihrem Amt der Ersten Bürgermeisterin vielleicht nicht ausreichend nachkommen kann. Doch dafür hat die Gräfin, die 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr bürgerliches Engagement bekam, eine klare Antwort: "Meine Bücher sind geschrieben, meine anderen Ehrenämter vorerst auf Eis gelegt. Ich bin eine effiziente Arbeiterin und stehe zu 100 Prozent für mein Amt zur Verfügung. Wenn ich etwas mache, dann richtig."

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