Burghausen und Mühldorf: Sigmar Gabriel on tour

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Burghausen/Mühldorf - SPD-Chef Sigmar Gabriel besuchte die Landkreise Traunstein, Altötting und Mühldorf. Höhepunkt seiner Reise war die Festrede bei der 100-Jahr-Feier der Mühldorfer SPD.

"Wer lernen will, wie man sozialdemokratische Mehrheiten in Bayern kriegt, muss nach Mühldorf kommen", so SPD-Chef Sigmar Gabriel bei seiner Festrede zum 100-jährigen Bestehen der Mühldorfer SPD im Stadtsaal. Es sei ungewöhnlich, dass diese Partei sich in der bayerischen Kreisstadt schon seit vielen Jahren durchsetze. Als Grund dafür sieht Gabriel die gute Arbeit von Bürgermeister Günther Knoblauch und seinem Vorgänger Josef Federer. "Ich finde, wenn wir manchmal so ein bisschen weinerlich sind, weil wir irgendwo was auf die Mütze bekommen haben oder irgendwas nicht geklappt hat, müssen wir uns an Leute wie den Josef Federer erinnern. Der hat Härteres durchgestanden."

100-Jahr-Feier SPD Mühldorf

In seiner Festrede ging Gabriel auf aktuelle Themen, wie die Atompolitik, Mindestlöhne und die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden ein. Den größten Teil seines Vortrags widmete er aber der Geschichte der SPD. Hart sei es für die Sozialdemokraten schon seit je her gewesen. Immer hätte die Partei zu kämpfen gehabt, Arbeitnehmer hätten ihr heute aber zum Beispiel ihren freien Samstag zu verdanken.

Bevor er nach Mühldorf kam, besuchte der SPD-Vorsitzende das Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Traunstein. Gemeinsam mit Florian Pronold, dem bayerischen Landesvorsitzenden der SPD, ging es dann für Gabriel nach Burghausen, wo eine Besichtigung des Wacker-Werks und des Polysilicium-Bereichs auf dem Programm stand. Werks-Vorsitzender Dr. Willi Kleine informierte über den wichtigen Chemiestandort, er stellte aber auch die infrastrukturellen Probleme in Burghausen heraus. "Sie sind einer der größten Chemiestandorte und brauchen Jahrzehnte, um acht Kilometer Bahngleis auszubauen?", fragte Gabriel verdutzt und stimmte den Anwesenden zu, dass hier unbedingt etwas passieren müsse.

Sigmar Gabriel bei Wacker Burghausen

Anette Mrugala

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