"Wir können und wollen es nicht allein schultern!"

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Burghausen - Das geplante Güterverkehrsterminal sorgt für Diskussionen. Vor allem mit der Fiananzierung fühlt sich die Stadt Burghausen allein gelassen.

Mit 25 Millionen Euro ist das Güterverkehrsterminal das größte Investitionsvorhaben der nächsten Jahre im Landkreis Altötting. 20 Millionen Euro soll der Bahnhof kosten, für die Erschließung mit Zufahrtsstraßen, der Unterführung unter die B20, der Überführung über den Alzkanal und die Kanalerschließung rechnet Burghausens Bürgermeister Hans Steindl mit sechs bis acht Millionen Euro. Weil das geplante Projekt im Bannwald liegt, kommen durch bestimmte Auflagen noch fünf Millionen Euro dazu. Insgesamt kommen also rund zehn Millionen Euro Kosten auf die Stadt Burghausen zu.

"Weil die Stadt mit 51 Prozent an der Investorengesellschaft beteiligt ist, müsste sie diese Kosten zum Großteil selbst aufbringen", erklärt Steindl. Und genau da liegt das Problem. "Es ist nicht üblich, dass sich eine kreisangehörige Kommune in der regionalen Wirtschaftspolitik so stark engagiert. Das ist eigentlich Sache der Landkreise Altötting und Mühldorf."

Der Industrie sei man schuldig, die Infrastruktur mit dem Güterverkehrsterminal zu verbessern. "Wir lösen damit ein Versprechen ein, dass wir der Industrie gegeben haben", meint Steindl. 1,8 Milliarden Euro hat diese in den letzten Jahren in der Region investiert und Burghausen so das Rekordsteuerjahr 2010 beschert.

"Wir können und wollen es nicht alleine schultern", betont der Bürgermeister. "Eins ist klar: Das Güterverkehrsterminal ist dringend notwendig. Dafür müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen." Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. Steindl hofft, dass Ende 2011 mit dem Bau begonnen werden kann.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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